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ifo-Studie: Großteil der Firmen plant Neueinstellungen

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Großteil der Firmen plant Neueinstellungen

27.09.2010, 19:31 Uhr | dpa, dapd

Deutschlands Personaler laden vermehrt zu Bewerbungsgesprächen ein (Foto: imago)

Deutschlands Personaler laden vermehrt zu Bewerbungsgesprächen ein (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die meisten deutschen Unternehmen wollen nach Krise, Kurzarbeit und Einstellungsstopp wieder neues Personal einstellen. In einer Umfrage des Münchner ifo-Instituts kündigten 87 Prozent der befragten Firmen an, sich in den nächsten zwölf Monaten nach neuen Mitarbeitern umzusehen.

Befristete Arbeitsverträge bevorzugt

Allerdings wollen sich viele Firmen noch nicht langfristig binden. Befristete Arbeitsverträge würden bei den Neueinstellungen eine größere Rolle spielen als bisher, gab rund ein Viertel der Firmen an. Für die Erhebung hatte das ifo-Institut im Auftrag des "Manager Magazins" rund 1000 Personalchefs deutscher Firmen zu ihren Einstellungsplänen befragt. So will beispielsweise die Deutsche Telekom in ihrer Großkundensparte T-Systems noch in diesem Jahr 1400 neue Stellen schaffen, überwiegend in Deutschland. Das sagte der zuständige Telekom-Vorstand Reinhard Clemens dem Bonner "General-Anzeiger".

Dagegen warf die Industriegewerkschaft Metall den Unternehmen vor, massiv Stammarbeitsplätze durch schlechter bezahlte Leiharbeit zu ersetzen. Leiharbeit werde zunehmend dazu genutzt, eine neue Billiglohnlinie zu etablieren, das sei "außerordentlich alarmierend". Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wies die Vorwürfe zurück. Sie seien unzutreffend. Die Zunahme der Stammarbeitsplätze im Aufschwung sei höher als die der Leiharbeitsstellen.

IG Metall befragt Betriebsräte

Die IG Metall stützt sich auf eine Befragung der Betriebsräte in 5100 Unternehmen. Demnach haben 85 Prozent der Betriebe zusätzlichen Bedarf an Arbeitskräften. Nur 15 Prozent dieser Betriebe jedoch deckten ihren Bedarf durch Einstellung in unbefristete Arbeitsverhältnisse. 43 Prozent setzten auf Leiharbeit, 42 Prozent auf befristete Arbeitsverträge. 85 Prozent der Arbeitgeber setzten damit auf prekäre Beschäftigung, kritisierte die IG Metall.

Nur noch 34 Prozent der Metall-Unternehmen kämen ohne Leiharbeit aus, so die Gewerkschaft. In den Betrieben, in denen Leiharbeiter eingesetzt werden, beträgt deren Anteil gemessen an der Gesamtbelegschaft zehn bis 50 Prozent. Die IG Metall forderte die Politik zum Handeln auf und drohte außerdem mit schärferen Tarifauseinandersetzungen. Leiharbeit müsse auf Auftragsspitzen begrenzt werden.

Streit um Bezahlung

Auch die Bezahlung der Leiharbeiter sorgt weiter für Streit. Die IG Metall forderte die gleiche Bezahlung wie bei Festangestellten. Die Arbeitgeber erklärten dagegen, Zeitarbeit habe vielen An- und Ungelernten einen Arbeitsplatz verschafft, die sonst kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten.


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Quelle: dpa , dapd , t-online.de

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Kommentare (25)

zum Forum

Thema: "ifo-Studie: Großteil der Firmen plant Neueinstellungen"

Sebastian schrieb: am 29. September 2010 um 19:28:09
(0) (0) Neueinstellungen
Also unser Chef setz Stellen immer wie eh und je in der Zeitung Wir haben im März 3 stellen neu besetz 1 Kranfahrer 2
Handlanger Alle 3 waren Hartz 4 1 Handlanger sogar 25 Monate schon nach 6 Wochen Probezeit (Üblich im Baugeschäft) alle 3 übernommen Tariflohn ca. 15 Euro Also alle Firmen sind nicht so
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Seemine schrieb: am 28. September 2010 um 17:06:26
(0) (0) Neueinsstellung
Garantiert Zeitarbeiter mit möglichst Billiiglohn. Alles nichts neues, welches was bewegen könnte. Kurzfristige
Effektenhascherei. Das Karussel dreht sich in der alten Richtung weiter.
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commander schrieb: am 28. September 2010 um 14:23:28
(0) (0) Neueinstellungen
Genau wie vermutet, Neueinstellungen nur über Zeitarbeit, was ja bei gerechter Bezahlung noch akzeptabel wäre. Aber die
meisten werden wieder über Leiharbeitsfirmen eingestellt, unter Hungerlöhnen, wie immer. Eine Sauerei ist das und muß von den Gewerkschaften rigoros bekämpft werden, Gewerkschaftsmitglieder macht euch dafür stark, auch euch kann`s mal treffen. Die Sozialkassen profitieren nicht von den Neueinstellungen, aber die Deppen in Berlin verkünden stolz, Arbeitslosenzahl gesunken.
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