
28.01.2011, 12:07 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Eigentumsverhältnisse beim Möbelhaus sind extrem undurchsichtig - offenbar handelt es sich um eine bewusste Verschleierung. Denn der Konzern nutzt wohl geschickt Steueroasen.
Ikea-Gründer Ingvar Kamprad kontrolliert den Kern seines Möbelimperium durch eine bislang unbekannte Stiftung im Steuerparadies Liechtenstein. Das ist das Ergebnis einer Recherche schwedischer Medien. Die Stiftung Interogo sei der Beweis, dass der Multimilliardär weiterhin alle Fäden bei dem Konzern in der Hand halte, sagte einer der beteiligten Journalisten.
Es ist einer der seltenen Einblicke in das undurchsichtige Besitzergeflecht des schwedischen Möbelhauses. Kamprad hatte die Kontrolle über Ikea 1982 offiziell abgegeben. Seitdem führt die niederländische Stichting-Ingka-Stiftung das eigentliche Möbelgeschäft, die Luxemburger Inter-Ikea-Gruppe hält aber sämtliche Markenrechte und das geistige Eigentum. Wie Ikea nun bestätigte, ist die Inter-Ikea-Gruppe im Besitz der Interogo-Stiftung - die wiederum der Familie Kamprad gehört.
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Durch die Rechercheergebnisse gerät auch Ikeas Nutzung von Steueroasen wieder in den Fokus. Demnach hat das Unternehmen in den vergangenen 20 Jahren dank seiner Firmenstruktur umgerechnet zwischen 2,3 und 3,2 Milliarden Dollar an Steuern gespart, weil die Möbelhäuser drei Prozent des Umsatzes als Lizenzgebühren an die Inter-Ikea-Gruppe abführen müssen.
Ein Teil dieser Umsätze fließt weiter an die Interogo-Stiftung, die den Berichten zufolge über ein Vermögen von umgerechnet gut 15 Milliarden Dollar verfügt. Ingvar Kamprad lies mitteilen, dieses Geld sei "als finanzielle Sicherheit" vorgesehen für den Fall, dass "Inter Ikea in Geldproblemen steckt". Zur Bereicherung seiner Familie könne es nicht genutzt werden.
Er verteidigte auch die Firmenstruktur: Sie sichere Ikea "ewiges Leben", auch nach seinem Tod. Liechtenstein sei als Standort der Stiftung gewählt worden, weil "Steuereffizienz" ein natürlicher Teil der Niedrigkostenkultur von Ikea sei. Das Unternehmen hatte jüngst zum ersten Mal in seiner Geschichte Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlicht, um den Vorwurf der Undurchsichtigkeit zu entkräften.
Quelle: Financial Times Deutschland
steuermob schrieb:
am 31. Januar 2011 um 16:45:13
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@Kaufmann
Aber Kaufmann, die 52% EkSt-Aufkommen den "Gutverdienenden" zuzuschreiben ist schon kess. Nach dem Volumen zählen auch die mit
40.000€ Einkommen zu den Besserverdieneden. Daß die mit den höchsten Einkommen auch viel hergeben, ist nur gerecht, wird das Einkommen doch von deren schlecht verdienenden Mitarbeitern erwirtschaftet. Oder hast Du Kamprad schon mal an der Ikea-Ausgabe Kisten schleppen sehen?
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Webranth schrieb:
am 28. Januar 2011 um 15:00:18
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Steuern & Stiftungen
Unser angesehener zu Guttenberg bzw. dessen Famlie schaffte auch einen erheblichen Teil ihres Vermögens in eine
Stiftung in Österreich. Einnahmen aus dieser Stiftung, und dies gilt speziiell für Österreich, können auch für private Zwecke der Familien verwendet werden - oder habe ich etwas falsch verstanden? Ist dies keine Steuerhinterziehung wenn die Gemeinnützigkeit fehlt oder definiert man GeMEINnützigkeit neu?
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Kaufmann schrieb:
am 28. Januar 2011 um 12:15:59
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Ikea
Aber charly, zur Aufklärung: 52% aller eink.St.in D werden von den Gutverdienenden erbracht, 22% zahlen nix,d.h.
die
sogen.Besserverdienenden,was immer das ist, müssen die Mehrheit durchschleppen durch hohe Abgaben.
So einfach ist das, alles nachzulesen im internet, Bundesfinanz. bzw. Bundesamt f.Statistik.Wieviel St.zahlst Du denn
so??
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