
09.09.2010, 12:59 Uhr | Financial Times Deutschland
Ikea will seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken (Foto: imago)
Viele Konzerne geben sich einen umweltfreundlichen Anstrich. Der schwedische Konzern will die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und erweitert seine Windkraft-Kapazitäten.
Ikea hat dem spanischen Windkraftspezialisten Gamesa sechs Windparks in Deutschland abgekauft und verfügt damit inzwischen über 52 Windräder. Die neuen Parks liefern rund 88 Gigawattstunden pro Jahr - und damit genug Strom für den Betrieb von 17 Ikea-Möbelhäusern, teilte Gamesa.
Deutschland ist Ikeas größter Markt. 2009 erwirtschaftete die Möbelkette 16 Prozent des Konzernumsatzes in Deutschland. Die USA steuerten elf Prozent bei. Der Kauf ist Teil von Ikeas Strategie, angesichts der globalen Erwärmung die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Bisher hat dies kein multinationaler Konzern so konsequent verfolgt wie der schwedische Möbelhersteller. Mit den neu gekauften Windparks steigt die Gesamtkapazität von Ikeas Windkraftanlagen auf 93 Megawatt. Das reicht für rund zehn Prozent des Strombedarfs des gesamten Konzerns.
Der Konzern kündigte an, weiter in Wind- und Solarenergie zu investieren. Auf lange Sicht will Ikea seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken. Viele Unternehmen haben Klimakompensationsprojekte eingeführt, bei denen der CO2-Ausstoß an einer Stelle durch Einsparungen an anderer Stelle wieder ausgeglichen wird. Auch sind Initiativen für mehr Energieeffizienz mittlerweile verbreitet. Eigene "grüne Kraftwerke" haben jedoch die wenigsten.
Die Co-operative Group, Großbritanniens größte Konsumgenossenschaft, besitzt ebenfalls eigene Kraftwerke. 2006 eröffnete das Unternehmen einen 16-MW-Windpark und bereitet weitere vor. Während Ikea in Privatbesitz ist, gehört die Co-op Group den Verbrauchern. Offenbar sind Investitionen in erneuerbare Energien also einfacher, wenn sie das Unternehmen nicht mit Blick auf den Shareholder-Value rechtfertigen muss. "Wir sind uns unserer Auswirkungen auf Menschen und Umwelt bewusst, deshalb fühlen wir uns verpflichtet, bei allem was wir tun, verantwortungsvoll zu handeln", sagte Ikea-Chef Mikael Ohlsson.
Mit dem Management der neu gekauften deutschen Windparks hat Ikea eigens darauf spezialisierte Betreiber beauftragt. Der dort erzeugte Strom fließt nicht direkt an Ikea-Möbelhäuser, sondern wird ins nationale Netz gespeist, teilte der Konzern mit.
Quelle: Financial Times Deutschland
Mike schrieb:
am 10. September 2010 um 10:45:07
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Ikea kauft Windparkks
Mit 88Megawatt nur 17 Ikea häuser betreiben . Unsere Regierung will O Emmissionshäuser.
Dann können die ja bei Ikea
Anfangen bei dem Stromverbrauch !!!
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Marcel schrieb:
am 9. September 2010 um 18:50:02
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@Mam57
@Mam57: Du hast geschrieben:
" atom und kohle bzw ölkraftwerke sind notwendig um auch diese schwachstelle auszugleichen, sie können
schnell zugeschaltet werden und sorgen für einen ausgleich."
Wollte dir nur sagen, dass dies falsch ist!
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Einer der durchblickt schrieb:
am 9. September 2010 um 18:42:27
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Vielleicht, um sie stillzulegen,
dass es bei Vattenfall munter weiter geht, grinst. Dieses Unternehmen fährt höchste Gewinne ein.
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