21.06.2011, 19:12 Uhr | dapd, mash
Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (Foto: dpa)
Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geht vom Schlimmsten aus: Nicht einmal eine Umschuldung würde eine nachhaltige Entlastung Griechenlands bringen. Sie würde aber auf den Finanzmärkten Misstrauen und Spekulationen befeuern, schrieb das Institut in Düsseldorf als Ergebnis einer Studie.
Dies gelte sowohl für einen harten Schnitt, bei dem Gläubiger einen Teil ihrer Forderungen abschreiben müssten, aber auch für eine weiche Umschuldung. Gerieten dadurch andere Euro-Länder wie Portugal, Irland oder Spanien unter zusätzlichen Druck, bekämen auch deutsche Banken und Exporteure erhebliche Probleme.
Deshalb übte der Direktor des Instituts, Gustav Horn, scharfe Kritik am Kurs der Bundesregierung: Das Konzept der Gläubiger-Beteiligung sei von Anfang an nicht tragfähig und habe allein der politischen Beruhigung gedient, sagte Horn im Gespräch mit der Online-Ausgabe des "Handelsblatts".
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Seit Beginn der Euro-Krise, so Horn weiter, vertrete die Bundesregierung eine völlig unzureichende politische Kommunikation, die immer nach gleichem Schema ablaufe: Zunächst hart gegenüber den Krisenländern, um dann angesichts der Realität doch nachzugeben.
"Setzt die Bundesregierung diesen Kurs fort, wird sie am Ende die Währungsunion in einen chaotischen Zerfallsprozess mit unübersehbaren wirtschaftlichen Schäden für Deutschland und Europa treiben", zitierte das Blatt den Forscher. Die Einschätzung Horns werde von den jüngsten Ansagen der Ratingagenturen gestützt, so das "Handelsblatt". Ein freiwilliger Tausch von griechischen Staatsanleihen würde als Zahlungsunfähigkeit eingestuft.
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Quelle: dapd , t-online.de
Orje schrieb:
am 21. Juni 2011 um 20:09:24
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@Caesor
Wir sind schon auf die Nase gefallen. Es will nur niemand wahrhaben.
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Christian schrieb:
am 21. Juni 2011 um 20:04:49
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Zerfallsprozess
Hmm fehlt noch das es wegen sowas zu nen Eurokrieg kommt oder sowas, oder die Euroländer geben Deutschland die schuld am
Zerfall, es bleibt auf jedenfall spannend.
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Dirk schrieb:
am 21. Juni 2011 um 20:00:10
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Währungunion
Die Bilanzen Griechenlands waren doch schon gefälscht als dort der Euro
eingeführt werden sollte, denn mit den
tatsächlichen Bilanzen hätte man Griechenland erst gar nicht in den Eurokreis aufgenommen.
Es könnte daher ggf. auch interessant sein welche Bilanzen der weiteren
Euro Wackelkandidaten auch nicht so ganz korrekt waren. Wohl den EU-Staaten die den Euro abgelehnt haten.
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