09.11.2010, 16:19 Uhr | dpa
Trotz der wirtschaftlichen Erholung gibt es immer mehr Verbraucher, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Im August lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen mit 9543 Fällen um 21,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. In den ersten acht Monaten des Jahres meldeten damit 72.751 Verbraucher Insolvenz an. Das sind 10,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wir erklären, wie überschuldete Haushalte den Weg aus der Schuldenfalle finden - klicken Sie sich rein.
Insgesamt registrierten die Gerichte 113.305 Insolvenzen, das waren sechs Prozent mehr als in den Monaten Januar bis August 2009. Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für August 2010 auf 4,1 Milliarden Euro gegenüber 4,3 Milliarden Euro im August des Vorjahres. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) hatte Mitte Oktober eine neue Rekordzahl von 110.000 Verbraucherinsolvenzen im laufenden Jahr prognostiziert. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit seien für viele der Tropfen gewesen, der das Schuldenfass zum Überlaufen brachte, hieß es. Gleichzeitig steige im Aufschwung auch die Neigung vieler Käufer, sich zu verschulden.
Gleichzeitig verzeichneten die Amtsgerichte im August 2660 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 1,6 Prozent mehr als im August 2009. Im Juni und Juli war die Zahl der Unternehmenspleiten im Jahresvergleich zweimal in Folge gesunken, zuletzt um 9,4 Prozent auf 2760. Wegen der vielen Pleiten zu Jahresbeginn liegen die Insolvenzzahlen für die ersten acht Monate des Jahres noch leicht über dem Vorjahresniveau: Mit 21.888 Unternehmensinsolvenzen rutschten 0,4 Prozent mehr Firmen in die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit als im Vorjahreszeitraum.
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Quelle: dpa
Günter schrieb:
am 9. November 2010 um 19:32:43
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Aufschwung?
Es gibt ihn nicht, diesen Aufschwung. Das sind doch alles nur Mainstream-Nachrichten. Bei diesem "Aufschwung" werden nur wieder
die Reichen reicher. Das wird dann als Aufschwung verkauft. Und in einem Jahr werden sie uns berichten, daß die Anzahl der Millionäre in Deutschland wieder gestiegen ist. Und daß die Aldi-Brüder, Flicks oder wie sie sonst noch heißen reicher sind als je zuvor. Und die armen Schweine bleiben auf der Strecke.
So sieht die Realität aus.
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Irkuts schrieb:
am 9. November 2010 um 19:32:14
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Pleite
Letztendlich ist das ganze Dilemma der letzten Jahre zu zuordnen. Immer mehr Billiglöhne,Zeitarbeit und Ausbeutung. Die Verteilung
von unten nach oben ist voll zugange. Eine gerechtere Verteilung der Lohnnebenkosten muss her. Alle müssen beteiligt werden. Die Millionäre zahlen einen prozentualen Anteil an der rentenversicherung wie alle anderen auch, ebenso bei der Krankenkasse. Dann bleibt auch mehr netto übrig.
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Wiedehopf schrieb:
am 9. November 2010 um 19:31:52
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private Insolvenzen
Ich kann nur von dem ausgeben, was ich habe, und zwar nicht bis zur Schallgrenze. Alleine der Dispo wird schon
ärgerlich, auch wenn er einem so großzügig angeboten wird. Daran verdienen die Banken. Ohne mich!
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