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Immer öfter Preisangleichungen von Benzin und Super

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Immer öfter Preisangleichungen von Benzin und Super

13.12.2007, 07:39 Uhr | dpa / AFP / bab

Tanken - ein teurer Spaß (Foto: Archiv) Tanken - ein teurer Spaß (Foto: Archiv) An immer mehr Tankstellen in Deutschland kostet Normalbenzin laut einem Bericht der "Bild" so viel wie Super-Kraftstoff. Wie die Zeitung unter Berufung auf Angaben der Mineralölgesellschaften berichtet, verlangen nun auch Esso, Shell und Total an vielen Tankstellen für beide Benzinsorten den gleichen Preis. Sie folgen damit dem Marktführer Aral, der vor zwei Wochen als erster Anbieter den Preisunterschied für Normalbenzin und Super abgeschafft hatte.

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Scharfe Kritik vom ADAC
Die Mineralölgesellschaften begründen die Preisangleichung mit gestiegenen Kosten beim Normalbenzin. Aral, Esso, Shell und Total decken bundesweit rund zwei Drittel des Marktes ab. Auf scharfe Kritik stieß dieser Schritt beim ADAC. Der Präsident des Automobilclubs, Peter Meyer, kritisierte die Preisanpassung. Der "Bild" sagte Meyer: "Ich fordere die Konzerne auf, auch in Zukunft Normalbenzin günstiger als Super anzubieten." Das sei produktionstechnisch auch gerechtfertigt. Die Preisangleichung gehe zu Lasten der Autofahrer, die bisher Normalbenzin getankt hätten.



Diesel-Debatte geht weiter
Mit aller Härte wird auch die Debatte um den hohen Preis für Diesel weitergeführt. In einem aktuellen Preisvergleich kritisiert der ADAC die hohen Preise für die Kraftstoffart und fordert Konsumenten zu "preisbewusstem Tanken" auf. Angeheizt wird die Diskussion zusätzlich vom Leiter der Bamberger Forschungsstelle Automobilwirtschaft, Wolfang Meinig, der Diesel gegenüber der "Welt" als "krass überteuert" bezeichnete. Laut Meinig sei es Strategie der Mineralölkonzerne, auch den Preis von Diesel und Super zu vereinheitlichen.

Mineralölwirtschaft verweist auf Beschaffungskosten
Scharf zurückgewiesen wird diese Darstellung vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV), der auf den hohen Dieselpreis verweist. Laut dem Verband lag der Preis für die Tonne Diesel am Ölmarkt in Rotterdam im November bei 905 Euro, der für Benzin bei 827 Euro. Dass die Benzinpreise in einigen Regionen zeitweise unter die von Diesel gesunken sind, ist laut MWV nicht auf die Entwicklung der Beschaffungskosten zurückzuführen, sondern auf einen harten regionalen Preiskampf im Benzinmarkt, der die Preise teilweise extrem gedrückt hat. Ähnliche Stimmen gab es jüngst aus der Richtung der freien Tankstellen, die aufgrund des ruinösen Preiskampfes das Bundeskartellamt einschalten wollen.

Normalbenzin soll nicht abgeschafft werden
Ähnlich wie der Verband begründet auch Aral die Anpassung der Preise. Laut dem Konzern lag der Unterschied der Einkaufspreise bei Benzin und Super im Jahresdurchschnitt bei 0,2 Cent je Liter. Den Preis für die Tonne Superbenzin gab Aral bei seinen Berechnungen mit 802 bis 803 Dollar an, den für Normalbenzin mit 803 bis 804 Dollar. Der von Verbrauchern und Medien befürchteten Abschaffung von Normalbenzin erteilten Aral und Shell unterdessen eine Absage. Laut dem Deutschlandchef von Aral, Uwe Franke will der Konzern in Deutschland Normalbenzin anbieten, "solange noch so viele Kunden Normalbenzin tanken“. Konkurrent Shell äußerte sich ähnlich: "Wir sehen keinen Grund dazu", sagte Shell-Sprecherin Cornelia Wolber auf die Frage einer möglichen Abschaffung gegenüber dem „Stern“ im Rahmen der ersten Debatte vor zwei Wochen.

Mehr zum Thema:
Preiskampf - Freie Tankstellen alarmiert
Preise - Diesel teurer als Super und Benzin
Benzin - Super und Normal zum gleichen Preis
Animierte Grafik - Infos zu Ölpreis, Reserven und OPEC


Quelle: t-online.de

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