07.10.2011, 15:29 Uhr | t-online.de
Die eigenen vier Wände sind hierzulande derzeit leichter finanzierbar denn je. Doch es gibt deutliche regionale Unterschiede. Während im Süden Deutschlands teilweise mehr als ein Durchschnittseinkommen nötig ist, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, reicht in manchen Landkreisen der neuen Bundesländer schon rund ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung der Landesbausparkassen (LBS).
Wie das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der LBS ermittelt hat, ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in drei süddeutschen Großstädten mehr als das anderthalbfache Durchschnittseinkommen für den Kauf von Wohneigentum nötig. Maßgeblich ist dabei das mittlere verfügbare Haushaltseinkommen in der jeweiligen Region. In den meisten Regionen reichen dagegen mittlere Einkommen zur Finanzierung eines gebrauchten Eigenheims völlig aus. In manchen ostdeutschen Landkreisen benötigt man sogar nur rund ein Drittel des Durchschnittseinkommens.
Im Vergleich zu einer Analyse vom Jahresbeginn 2010 haben sich demnach die Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten noch einmal verbessert. Denn die Objektpreise sind fast unverändert günstig, die Finanzierungskonditionen niedrig, und die Einkommen sind im Durchschnitt bereits angestiegen.
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Für die Berechnungen hat empirica die Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes mit Informationen aus seiner Preis-Datenbank für gebrauchte Einfamilienhäuser aus dem ersten Halbjahr 2011 verknüpft. Dazu wurde das Mindesteinkommen, das zum Erwerb einer Immobilie in der jeweiligen Region benötigt wird, errechnet und mit dem jeweiligen regionalen Durchschnittseinkommen verglichen. Der Kauf von Wohneigentum ist für die Berliner Forscher dann machbar, wenn - bei Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens - die Finanzierungsbelastung von insgesamt sieben Prozent pro Jahr 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.
Wegen der starken Immobilienpreisunterschiede in Deutschland liegen die von empirica errechneten monatlichen Mindesteinkommen für Eigenheimerwerber bei mehr als 6200 Euro im Monat im Landkreis Starnberg bis zu weniger als 900 Euro in den Kreisen Hildburghausen, Stendal oder Elbe-Elster. Im Voralpenland ist es also bis zu siebenmal teurer als in Teilen der neuen Bundesländer. Zugleich zeigt die Auswertung nach LBS-Angaben, dass die Schwellen zum Wohneigentum für Kaufinteressenten sich in den verschiedenen Regionen nicht so deutlich unterscheiden, weil auch die Einkommen regional deutlich abweichen.
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Deshalb ist in Starnberg nicht einmal der größte Zuschlag auf das lokale Durchschnittseinkommen notwendig, denn dort werden zugleich die höchsten Durchschnittseinkommen in Deutschland erzielt. An zweiter Stelle bei den Einkommen folgt der hessische Hochtaunus-Kreis, wo sogar weniger als das durchschnittliche Einkommen ausreicht, um eine ortsübliche Immobilie zu finanzieren. Bezogen auf die regionalen Einkommen liegt die Finanzierungsbelastung für gebrauchte Immobilien im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am höchsten, noch vor den süddeutschen Großstädten Stuttgart, Freiburg und München.
Dabei ist die Bezahlbarkeit der eigenen vier Wände laut LBS nicht mehr nur ein Thema für das Land. Inzwischen können demnach in fast zwei Dritteln der kreisfreien deutschen Städte auch Bezieher von Durchschnittseinkommen gebrauchte Einfamilienhäusern finanzieren, nämlich in 72 von 114. Von den mehr als 300 Landkreisen muss dazu nur in 17 mehr als das Durchschnittseinkommen eingesetzt werden.
In den meisten anderen Kreisen dagegen liegt die Schwelle mehr oder weniger deutlich darunter. Zu den bezogen auf das durchschnittliche Einkommen in der Region zehn günstigsten Standorten zum Immobilienkauf zählen Landkreise aus allen fünf neuen Bundesländern, gefolgt von den Landkreisen Hof in Nordbayern sowie Werra-Meißner in Nordhessen.
Allerdings gibt es laut den LBS-Experten auch in den neuen Bundesländern teure Standorte. An der Spitze liegt Potsdam. Dort wird fast das anderthalbfache Durchschnittseinkommen benötigt, um ein ortsübliches gebrauchtes Einfamilienhaus zu erwerben. Auch in Jena, Erfurt, Halle, Leipzig, Dresden oder Rostock reichen Durchschnittseinkommen nicht aus.
Dasselbe gilt für viele Städte an der Rheinschiene in Nordrhein-Westfalen sowie süd- und südwestdeutsche Zentren und Urlaubsregionen. Dagegen genügt in Bremen nach den empirica-Zahlen gut die Hälfte des Durchschnittseinkommens, um ein ortsübliches Haus zu erwerben.
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t-online.de
Isoliermeister schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 10:37:41
(6)
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Energiesparen
Dank Energieeinspargesetz sind alle Häuser, die nicht dem allerallerneuesten verschärften Standard entsprechen teure
Sanierungsfälle und somit massiv entwertet. Da sind Milliarden von Volksvermögen durch ein Gesetz, gegen den Volkswillen, einfach abgewertet worden und jetzt sollen die Bürger "günstig finanzieren, zum Wohle von Staatskasse und Bankmanagern. Die Sanierungsblase platzt spätestens, wenn die ersten Styroporplatten von den Wänden bröseln. Dann merkt jeder, was er wirklich "spa
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max 100 schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 10:22:33
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Wohnungseigentum
Der Artikel ist ja schön geschrieben. Den meist jungen Menschen die Wohnungseigentum erwerben wollen kommt es aber bei
Inanspruchnahme von Hypotheken darauf an, das sie langfristig disponieren können. Hier wäre die Politik gefragt. Mit Billiglohn und "ewiger" Zeitarbeit kann man eben kein Wohnungseigentum auf Kredit erwerben.
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sid schrieb:
am 5. Oktober 2011 um 09:35:02
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preisniveau
wie kommt es, dass Offenbach am Main +16% über dem Durchschnitt liegen und in der selben Tabelle Offenbach (es gibt hier wohl
kein anderes als das am Main) +3. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast :-)
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