
21.02.2012, 13:22 Uhr | Financial-Times-Deutschland
Eigenheimbesitzer sind erfreut über steigende Preise, denn ihr Eigentum steigt im Wert. Die Währungshüter sehen aber ein Blasenrisiko, das man "ins Auge fassen" müsse.
Der Boom am deutschen Wohnimmobilienmarkt beunruhigt inzwischen auch die Bundesbank. Das zeigt der jüngste Monatsbericht der Zentralbank. Danach sind die Preise von Eigenheimen und Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr im Schnitt um 5,5 Prozent gestiegen. Damit haben sich Wohnimmobilien 2011 mehr als doppelt so stark verteuert wie im Jahr zuvor mit Wertzuwächsen von durchschnittlich 2,5 Prozent.
Insbesondere in den Ballungszentren zogen die Preise stark an. Nach Berechnungen der Forschungsgesellschaft Bulwien Gesa, auf deren Daten der Monatsbericht basiert, verteuerten sich Reihenhäuser und Eigentumswohnungen vergangenes Jahr in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern um sieben Prozent.
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Aufgrund der in den kommenden Jahrzehnten weiter schrumpfenden Bevölkerung sei "nicht gesichert", dass "steigende Kaufpreise jederzeit durch zukünftige Mieteinnahmen gedeckt werden können", warnt die Bundesbank. Das Rückschlagpotenzial sei zwar noch überschaubar, Investoren und finanzierende Banken sollten "dieses Risiko aber ins Auge fassen", schreiben die Zentralbanker.
Mit ihrer Mahnung bestätigt die Bundesbank die Warnungen einer Reihe von Immobilienökonomen, die bereits zuvor die deutlichen Preisanstiege am Wohnungsmarkt kritisch kommentiert haben. "Investoren sollten nicht darauf setzen, dass die Wertzuwächse auch künftig weiter anhalten werden", sagt Günter Vornholz, Leiter Marktanalyse beim Immobilienfinanzierer Deutsche Hypo. Drastischer formuliert es Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg: "In den deutschen Großstädten erleben wir gerade die Entstehung einer Immobilienblase."
Seit Anfang 2009 verteuern sich insbesondere in Metropolregionen wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart kontinuierlich Eigenheime, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen. Ausgelöst wurde der Boom zunächst von vermögenden Privatanlegern, die nach Ausbruch der Finanzkrise aus Angst vor weiteren Einbrüchen an den Kapitalmärkten Aktien und Anleihen abstießen und mit dem freigesetzten Geld Wohnimmobilien erwarben.
Der Trend gewann im vergangenen Jahr nochmals erheblich an Dynamik, als sich die Euro-Krise immer weiter zuspitzte. "Obendrein sprangen auch weniger vermögende Anleger auf den Trend auf und nahmen Kredite auf, um Wohnungen zu erwerben", sagt Sebastian. Die durch die plötzlich gestiegene Nachfrage erzeugten Wertzuwächse werden seiner Einschätzung nach nicht von Dauer sein, da die Mieten nicht im selben Umfang stiegen.
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Quelle: Financial Times Deutschland
helma schrieb:
am 25. Februar 2012 um 12:45:34
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Vermietung
ich halte es für einen Skandal wie der Staat sich an Eigentümern und Vermietern vergreift. Einerseits die Doppelbesteuerung,
anderseits wie der Staat einem Vermieter, Verantwortung für Mieter auferlegt. Es gibt Orte da kann ich 10 Jahre oder länger nicht mehr kündigen. Bei allem Verständnis für Mieter. Schließlich kassiert der Staat doch gerade dafür Steuern, daß er seiner Verantwortung gerecht wird. Oder wo fließt die Kohle hin.
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Haudegen schrieb:
am 25. Februar 2012 um 10:51:31
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Baufinanzierung
Ich habe 1995 zu einem Zinssatz von etwa 9,8% gebaut,in den ersten 10 Jahren sind die Zinsen um gute 4,5% gesunken,in den
letzten 8 Jahren um nochmals 2,5%,was mich dazu veranlasst hat,mir für die Restlaufzeit ein Forwartdarlehen zu sichern.Von daher hat die Bank gegenüber 1995 einen Verlust hinnehmen müssen. Wer allerdings jetzt zu niedrigen Zinsen baut und finanziell alles ausreitzt,kann,wenn die Zinsen bis auf das Niveau von 1995 steigen voll auf die Fresse fliegen u.steigender Inflationsrate
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König Midas schrieb:
am 25. Februar 2012 um 05:30:00
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Sozialstaat im rückbau
@ Manfred K. also ein lastenausgleich oder zwangshypothek auf immos ist nicht durch zu Boxen ! Wenn man mal abends
den Tv anmacht und shiet die Bürgerkriegsähnlichen zustände in Spanien,Frankreich,Griechenland und England shiet man das von den die sich etwas augebaut haben nichts mehr zu holen ist (das Fass ist voll).Aber den Sozialstaat so wie wir Ihn momentan kennen ist nicht finanzierbar und wird immer mehr zurück gebaut bis er weg ist. S.h dazu Renten,10€ arzpauschale usw usw
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