
27.05.2011, 10:36 Uhr | Financial Times Deutschland
Monaco ist ein Paradies für Immobilienmakler (Foto: imago)
Der Zwergstaat Monaco hat den teuersten Immobilienmarkt der Welt - und keinen Platz mehr. Das sorgt für weiter steigende Preise.
Es sind die teuersten Hochhäuser der Welt: Monaco hat sich mit seinem Wolkenkratzerpark in diesem Jahr zum zweiten Mal an die Spitze der teuersten Immobilienmärkte gesetzt. In dem Ministaat am Mittelmeer kostet ein Quadratmeter durchschnittlich 65.000 Dollar (46.000 Euro) und damit noch deutlich mehr als in hochpreisigen Metropolen wie London oder Tokio, schreibt das Maklerhaus Knight Frank in seinem aktuellen Report.
Zwei einmalige Besonderheiten lassen die Preise in Monaco seit Jahren unaufhörlich steigen: Das Land ist mit zwei Quadratkilometern kleiner als ein durchschnittliches deutsches Dorf. Und die Möglichkeit, Steuern zu sparen, zieht viele vermögende Investoren an. Von den knapp 40.000 in Monaco wohnenden Personen sind nur rund 8000 geborene Monegassen.
Vor allem Europäer investieren in dem Land. Rund 20 Prozent der Käufer stammen aus dem grenznahen Italien und Frankreich, weitere 40 Prozent aus anderen EU-Staaten. Kunden sind wohlhabende Investoren, die in dem einkommensteuerfreien Land Abgaben sparen und das luxuriöse Leben am Mittelmeer genießen wollen.
Die Preise nach oben treibt vor allem das geringe Angebot. Das nur zwei Kilometer lange und 500 Meter breite Fürstentum ist das am dichtesten besiedelte Land der Welt. Entlang der französischen Grenze drängen sich 30-stöckige Hochhäuser, im Süden umgibt das Mittelmeer den Stadtstaat. Schon vor 40 Jahren hat das Fürstentum den Stadtteil Fontvieille ins Meer bauen lassen und damals 22 Hektar dazugewonnen. Inzwischen sind Wohnungen und Büroräume noch gefragter und damit teurer geworden.
Kleinere Immobilienmakler, von denen es in Monaco mehr als Bäcker gibt, können schon von einem Verkauf pro Jahr leben. Aber durchschnittlich wechseln jährlich nur rund 400 Apartments den Besitzer. "Unsere Kunden schätzen die Sicherheit und Ruhe im Staat", sagt Michel Dotta, Besitzer einer der größten Immobilienagenturen im Lande.
Der Platzmangel ist das größte Problem der Monegassen. Zuletzt konnten einige Tausend Quadratmeter Bauland gewonnen werden, als der Bahnhof und seine Gleise unterirdisch verlegt wurden. Nun scheinen die Flächenreserven ausgeschöpft. Auch deswegen rechnen Immobilienmakler mit weiterhin steigenden Preisen.
In so einem kleinen Stadtstaat unterscheiden sich die Preise der Viertel kaum. Zwar ist die Gegend rund um das Kasino mit seinem palmenbestandenen Stadtpark noch immer die prestigeträchtigste Adresse. Aber auch im westlichen Fontvieille kosten Wohnungen mit Meerblick 30.000 bis 40.000 Euro pro Quadratmeter. Auf der Halbinsel verfügt fast jedes Apartment über einen Blick aufs Wasser.
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Trotz hoher Preise kann Monaco nicht alle Wünsche erfüllen: Villen mit Garten gibt es kaum. In den vergangenen Jahren wurden die letzten Einfamilienhäuser abgerissen, um lukrativen mehrstöckigen Bauten Platz zu machen. Damit ist auch der teuer erkaufte Meerblick ohne Garantie.
Wem das nötige Kleingeld für eine Villa oder ein Apartment fehlt, kann sich über eine Immobilienaktie in dem Fürstentum einkaufen. Die Société des Bains de Mer de Monaco, kurz SBM (ISIN MC0000031187, Kurs: 44 Euro), ist eine Firma, die von Monaco kontrolliert wird und vor allem Spitzenhotels betreibt sowie für Unterhaltung im Zwergenstaat sorgt. Zu den bekanntesten Einrichtungen zählen die Opéra de Monaco, das Carlo-Kasino und das Hôtel de Paris in Monte Carlo.
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Quelle: Financial Times Deutschland
steuermob schrieb:
am 4. Juni 2011 um 11:01:58
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@Fürz & Sahra
Fürz v M hat zum groeßten Teil Recht. Aber angenehm leben läßt es sich dort schon, man ist dort schließlich nicht
eingesperrt. Wundervolle Landschaft drumherum, ne Menge Gelegenheiten zu Vergnügungen.
Und Sahra hat zum größten Teil Recht, bis auf die Zufriedenheit. Wer zufrieden ist, ist tot. WEr sich selbst gefunden hat und lebt, wird glücklich. Er ist aber deshalb nicht mit allem zufrieden. Es gibt immer Situationen und Dinge, die man gern anders hätte. Das macht aber nicht unglücklich.
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Sahra schrieb:
am 30. Mai 2011 um 19:59:17
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Monacostadt
Mal ganz ehrlich: jeder würde juhu schreien, wenn er im Lotto gewinnt oder seine/ihre selbst aufgebaute Firma richtig Gewinn
macht- natürlich bei gleichzeitigem Vorhandensein von Gesundheit, Liebe und netter Familie. Da man aber (wie überall im Leben) Kompromisse machen muss und nichts perfekt ist, sollte man sehen, wann und womit man ein zufriedener Mensch ist/wird. Das ist das Wichtigste: Zufriedenheit ... oder etwas anders machen.
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Tony schrieb:
am 30. Mai 2011 um 13:31:19
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@Fürz v. Monaco
Du bist total lächerlich und von grundauf nur von Neid getrieben, man merkt sofort, dass du noch nie in Monaco warst! Sonst
hättest nicht so einen Schwachsinn geschrieben. Außerhalb der F1 wird es dir in Monaco schwer fallen nur mal nen schwarzen Benz zu sehen, eher typisch sind von Natur aus zerbeulte frz. Autos. Hab nicht 1 Monegasse gesehen der seinen Reichtum nach außen getragen hat. Hör auf BILD zu lesen, leg deine Klyschee´s ab und mach dir mal ein eigenes Bild von der Welt. Viel Gl
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