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Import-Holz oft aus illegalen Quellen

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Import-Holz oft aus illegalen Quellen

09.05.2008, 15:12 Uhr | dpa / T-Online

Holz - Der Verbraucher kann nicht erkennen, ob es aus illegalen Quellen stammt (Foto: Archiv) Holz - Der Verbraucher kann nicht erkennen, ob es aus illegalen Quellen stammt (Foto: Archiv) Das Import-Holz in Europa stammt häufig aus illegalen Quellen. Die Umweltschutzorganisation WWF hat herausgefunden, dass rund ein Fünftel (19 Prozent) des eingeführten Holzes "unter Missachtung geltender Gesetze gefällt und gehandelt" werden. Dafür würden weltweit riesige Wälder vernichtet. Für die Studie hat der WWF verschiedene Datenquellen zusammengerechnet.

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Deutschland bei der Abnahme mit vorne
"Mit einem Anteil von zehn Prozent steht Deutschland nach Finnland und Großbritannien auf Platz drei der Hauptabnehmerländer für illegales Holz", klagt der WWF. Durch den Handel mit geklauter Ware sei der deutsche und europäische Holzhandel stark in die Zerstörung der letzten großen Waldblöcke der Erde verstrickt, sagt WWF- Waldexpertin Nina Griesshammer.

Illegal aus verschiedenen Gründen
Angaben über die Menge des exportierten Holzes im Herkunftsland wurden ebenso berücksichtigt wie Schätzungen zum illegalen Holzeinschlag in diesen Staaten und Angaben über Importmengen in Europa. Als illegal wird Holz dann bezeichnet, wenn beim Fällen, Transport, Einkauf oder Verkauf gegen Gesetze verstoßen wird, zum Beispiel, wenn Nutzungsrechte durch Korruption erschlichen oder Landrechte missachtet werden, wenn Holz in Schutzgebieten geschlagen wird oder geschützte Baumarten gefällt werden.

Russland liefert das meiste illegale Holz
Das meiste illegale Holz stammt laut WWF aus Russland: Jährlich lande illegales russisches Holz im Wert von mindestens 120 Millionen Euro auf dem deutschen Markt. In Russland wird Schätzungen zufolge bis zu 50 Prozent des Export-Holzes illegal gewonnen. Als weitere wichtige Herkunftsländer werden die Staaten des ehemaligen Ostblocks, Südostasiens, West- und Zentralafrikas sowie Brasilien genannt. Wichtiges Transitland für Produkte sei China, fanden die Autoren der Studie heraus.



Unternehmen sollen legale Quellen nachweisen
Der Verbraucher kann illegales Holz nicht erkennen. Der WWF fordert ein Gesetz, das garantiert, dass nur noch mit legalem Holz gehandelt werden darf, und das den Unternehmen eine Nachweispflicht auferlegt. Der Handel mit illegalem Holz müsse endlich unter Strafe gestellt werden. Der Aktionsplan der EU gegen illegale Abholzung und Holz-Hehlerei gehe nicht weit genug: Dieser sehe zwar Abkommen zwischen Produzenten und Importländer vor, doch gerade mit jenen Regionen, aus denen das meiste illegale Holz stammt, gebe es keine Verhandlungen, so der WWF.

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Quelle: t-online.de

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