Sinkende Einfuhrpreise: Vor allem die Kosten für Energieträger wie Öl sinken (Foto: dpa)Die Importpreise in Deutschland sind weiter im Sinkflug. Insgesamt gingen die Einfuhrpreise im September im Vorjahresvergleich um elf Prozent zurück, so das Statistische Bundesamt. Vor allem die Kosten für Öl und Gas sanken deutlich. Verbraucher profitierten damit von günstigerem Benzin, Heizöl und Erdgas - doch eine Trendwende ist bereits in Sicht.
Die aktuellen Zahlen bestätigen den Trend der vergangenen Monate. Im August und Juli hatten die Jahresänderungsraten minus 10,9 beziehungsweise minus 12,6 Prozent betragen. Im September beobachteten die Statistiker nun den elften Rückgang der Importpreise in Folge. Im Vergleich zum August sanken die durchschnittlichen Importkosten um 0,9 Prozent. Der Preisrückgang gegenüber September 2008 geht vor allem auf die um 38,1 Prozent niedrigeren Kosten für eingeführte Energieträger zurück.
Gasimporte 44 Prozent billiger
Besonders deutlich sanken die Erdgaspreise. Im September 2009 lagen die Einfuhrkosten um 44,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erdgaspreise um 0,2 Prozent. Aber auch der Rohölpreis lag im September 2009 um 35,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Bezogen auf den Vormonat fielen die Kosten für Rohöl um 7,4 Prozent. Doch der Ölpreis ist demnach nicht allein verantwortlich für die insgesamt zurückgegangen Kosten für Waren aus dem Ausland. Auch ohne Erdöl und Mineralölprodukte fiel der Einfuhrpreisindex im Jahresvergleich um 7,4 Prozent, in Relation zum Vormonat immer noch um 0,2 Prozent.
Rohstoffpreise stoppen Talfahrt
Das Preisniveau für Steinkohle lag um 32 Prozent unter dem des Vorjahres, wozu ein deutlicher Rückgang zwischen August und September beitrug (minus 11,6 Prozent). Auch Eisen, Nickel und andere Metalle waren nach den Angaben der Statistiker deutlich billiger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat wurden die Metalle außer Eisen hingegen wieder etwas teurer.
Nahrungsmittel ebenfalls billiger
Die Preise für Nahrungsmittel sanken im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich. Während Getreidesorten auch im Vormonatsvergleich noch günstiger zu haben waren, stiegen die Importkosten für Milch und Milcherzeugnisse um 1,2 Prozent. Der Index der Ausfuhrpreise sank im September binnen eines Jahres um 3,2 Prozent. Die Jahresänderungsrate hatte bereits im August bei diesem Wert gelegen. Im Juli war sie mit 3,6 Prozent leicht höher gewesen.