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Infineon spricht mit Intel über Verkauf der Handysparte

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Infineon spricht mit Intel über Verkauf der Handysparte

09.07.2010, 10:46 Uhr | dpa-AFX

Infineon will Mobilfunkchip-Sparte an Intel verkaufen (Foto: imago) (Quelle: imago)Infineon will Mobilfunkchip-Sparte an Intel verkaufen (Foto: imago)Der Halbleiterspezialist Infineon hat sich laut einem Pressebericht in den vergangenen Wochen mehrmals mit dem US-Rivalen Intel getroffen, um einen Verkauf der Handychip-Sparte zu verhandeln. Beide Seiten näherten sich an, es sei jedoch noch kein Vertrag unterschrieben worden, berichtet die "Welt" und beruft sich dabei auf Informationen aus Finanzkreisen. Der Preis für die Sparte solle zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden US-Dollar liegen, schreibt das Blatt. Sprecher der Unternehmen wollten der Zeitung keinen Kommentar geben.

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Die Sparte Mobilfunkchips (Wireless Solutions) ist eines von vier Geschäftsfeldern von Infineon. Im Geschäftsjahr 2008/2009 erzielte Infineon mit der Sparte einen Umsatz von 917 Millionen Euro und einen operativen Verlust von 36 Millionen Euro. Mittlerweile ist Wireless Solutions allerdings aus den roten Zahlen herausgekommen. Seine Finanzsorgen ist Infineon seit einer erfolgreichen Kapitalerhöhung im Sommer 2009 los.

Nokia und Samsung werden von Infineon beliefert

Allerdings wird dem Bericht zufolge in Branchenkreisen darauf verwiesen, dass die Handychip-Sparte zu klein sein könnte, um auf Dauer im Wettbewerb zu bestehen. Für Intel könnte die Sparte aber interessant sein, da Infineon zuletzt wichtige Kunden gewinnen konnte. So stecken die Chips in Handys von Nokia und Samsung. Auch für das erfolgreiche iPhone von Apple liefert Infineon angeblich. Offiziell gibt es dazu weder von Apple, noch von Infineon eine Bestätigung.

Der weltgrößte Chipkonzern Intel versucht seit Längerem, in den Markt für Handychips einzusteigen. So gingen die Amerikaner Mitte 2009 eine Kooperation mit dem Mobiltelefonhersteller Nokia ein, um gemeinsam Datenträger für die mobile Internetnutzung zu entwickeln.

Infineon-Aktien im Aufwind

An der Börse sorgte die Meldung für gute Stimmung. Infineon legten zwischenzeitig um rund 2,3 Prozent zu. "Das Timing für einen Verkauf wäre jetzt gut", sagte ein Händler. Er habe in seinem Modell inklusive eines Risikoabschlags von 25 Prozent für die Sparte einen Wert von 1,1 Milliarden Euro oder 1,55 Euro je Infineon-Aktie angesetzt.



Quelle: t-online.de , dpa-AFX

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