14.01.2011, 13:26 Uhr | dpa-AFX, AFP
Die Bürger müssen sich auf höhere Preise einstellen (Quelle: imago)
Während der Wirtschaftskrise und kurz danach gab es in Deutschland und der Eurozone nur eine geringe Inflationsrate. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Weltwirtschaft wuchs zuletzt wieder kräftig und infolgedessen zogen die Preise für Öl und viele Rohstoffe kräftig an. Und das sorgt dafür, dass die Lebenshaltung 2010 deutlich teurer wurde. Auch für die kommenden Jahre erwarten Experten steigende Preise. Das könnte die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Plan rufen. Höhere Zinsen drohen.
In der Eurozone kletterte die Inflationsrate zuletzt auf über zwei Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen 2010 hierzulande um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Teuerungsrate lag damit 2010 aber deutlich höher als im Krisenjahr 2009, als sie lediglich 0,4 Prozent erreichte. Im längerfristigen Vergleich seit 1999 habe sie jedoch noch weit unter den jährlichen Inflationsraten der meisten Jahre gelegen, betonten die Statistiker.
Allein Benzin und Diesel verteuerten sich nach Angaben der Statistiker im vergangenen Jahr um 11,2 Prozent. Nach Angaben des ADAC war 2010 das teuerste Jahr aller Zeiten für Autofahrer. Der Preis für Heizöl stieg laut Statistik sogar um 22,9 Prozent im Vergleich zu 2009. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,6 Prozent. Besonders hoch war der Preisanstieg demnach bei Butter mit 23,7 Prozent.
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EZB-Chef Trichet äußerte sich zuletzt besorgt über den jüngsten Inflationsschub. Trichet sieht vor allem kurzfristige Faktoren wie die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise als einen Hauptgrund für den Preisauftrieb und brachte eine mögliche Leitzinserhöhung ins Spiel. Auch der Bundesbank-Präsident Axel Weber äußerte sich zuletzt besorgt über die Inflation. Insgesamt sei der Preisdruck aber nach wie vor gedämpft und stehe im Einklang mit dem Ziel der Preisstabilität.
Experten werteten die Aussagen Trichets und Webers noch nicht als Signal für eine bevorstehende Zinswende. Die EZB wird den Leitzins nach Einschätzung der Commerzbank erst bei steigenden Inflationserwartungen anheben. Zwar dürfte die Inflationsrate im Währungsraum länger als von vielen erwartet über der wichtigen Rate von zwei Prozent liegen, schreibt Commerzbank-Experte Christoph Weil in einer Studie. Entscheidend für die Geldpolitik seien aber Erwartungen über die künftige Inflation. "Doch diese sind derzeit kein brauchbarer Indikator, da sie verzerrt sein dürften."
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Relevant für die Geldpolitik der EZB in den nächsten Monaten ist aus Sicht von Weil die Entwicklung der Öl- und Energiepreise. "Ungemütlich würde es für die EZB, wenn der Ölpreis entgegen unseren Erwartungen deutlich über 100 Dollar steigt." Ein derartiges Szenario könnte Erinnerungen an das Jahr 2008 wecken, als die EZB den Leitzins trotz der Finanzkrise erhöht hatte.
Die Inflationsrate im Währungsraum wird laut Commerzbank noch länger über der Marke von zwei Prozent liegen. "Die Mehrheit der Analysten prognostiziert für 2011 einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,6 Prozent. Wir rechnen dagegen mit 2,1 Prozent." Trotzdem geht die Commerzbank davon aus, dass die EZB erst Anfang 2012 mit Leitzinserhöhungen beginnen wird. Als Hauptgrund nennt Weil die Staatsschuldenkrise im Euroraum, die den geldpolitischen Spielraum der EZB einengt.
Quelle: AFP , t-online.de , dpa-AFX
Dauermalocher schrieb:
am 15. Januar 2011 um 19:21:54
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Inflation
60 Stunden-Woche halt ich für übertrieben, aber 47-50 Stunden mach ich selbst schon um überhaupt einigermaßen leben zu können.
Aber wenn man sich die Preisentwicklungen so anschaut stellt man sich die Frage wo das noch enden soll........Sollen die Dickbälger doch auch mal was für´s Allgemneinwohl tun und auf einen Teil Ihrer Diäten verzichten um das der Staatskasse zugute kommen zu lassen. Nein immer bloß auf die Mittelschicht und den Kleinen Mann..Wartet die nächste Wahl ab da kriegts zurück!
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Ilsebill schrieb:
am 15. Januar 2011 um 19:19:57
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Inflation = höhere Preise
Dadurch mehr Märchensteuer. Damit wir die Schulden für die EU-Länder-Geldvergabe, Finanzkrise - also für die
Banken und Spekulanten weiterhin ruhig und anstandslos zahlen. Nicht nur ein mal, sondern mehrfach!!! Wen störts? Wir sind schon so dressiert und eingewickelt, daß die wenigsten überhaupt noch etwas merken! Wer ein mal aus dem Blechnapf fraß...
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An-Pendler schrieb:
am 15. Januar 2011 um 17:43:10
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60 Std. - Woche normal wo?
Josef sie schreiben nicht alles vollständig. Sie werden ganz bestimmt noch nach 15 Uhr arbeiten, weil sie
frühmorgen nicht unm 4 Uhr zur Pendlerarbeitsstelle fahren. Sondern um diese Zeit noch im Bett liegen, gegen 8 Uhr aufstehen, frühstücken und dann ihren Firmenkontrolltag einleiten. Sie sind tatsächlich zu beneiden. Der Pendler fährt 2 Std. zur Arbeitsstelle, 2 Std. zurück und hat zwischendurch "nur" gearbeitet und dies sehr, sehr oft mit Überstunden damit man nicht aufstocken muß ! Ende!!
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