22.02.2011, 10:28 Uhr | dpa-AFX, oca
Die Inflation in Deutschland steigt wieder stärker (Foto: imago) (Quelle: imago)
Vor allem steigende Energie- und Lebensmittelpreise haben die deutsche Inflation im Januar im Vergleich zum Vormonat auf 2,0 Prozent steigen lassen. Einen stärkeren Anstieg gab es zuletzt im Oktober 2008, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es korrigierte damit seine Schätzung von 1,9 Prozent von Ende Januar leicht nach oben. Die Aufwärtstendenz könnte anhalten. Die Großhandelspreise sind so stark wie noch nie gestiegen. Der Großhandelsverkaufspreisindex habe im Januar das Niveau vom Juli 2008 überstiegen und damit den höchsten jemals gemessenen Wert erreicht, so die Statistiker.
Die Preise für Energie lagen laut Statistik im Januar um 8,6 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Diesel wurde demnach um 13,6 Prozent teurer, Super um 8,7 Prozent. Den stärksten Preisauftrieb stellten die Statistiker mit 25,5 Prozent bei leichtem Heizöl fest. Die Strompreise erhöhten sich im Vergleich zum Januar 2010 um 7,2 Prozent. Auch die Gaspreise kletterten um 3,3 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preissteigerungen bei Energie hätte die Inflationsrate nur bei 1,1 Prozent gelegen, betonte das Statistische Bundesamt.
Auch Lebensmittel wurden binnen eines Jahres deutlich teurer, insgesamt um 2,8 Prozent. Stark fielen die Preissteigerungen für Gemüse (8,0 Prozent) und Obst (6,3 Prozent) aus, auch Fisch kostete 4,3 Prozent mehr als zu Beginn 2010.
Laut einer Umfrage haben 60 Prozent der Deutschen Angst vor einer steigenden Inflation. zum Video
Günstig dagegen blieb die Preisentwicklung bei langlebigen Gebrauchsgütern, wie die Statistiker mitteilten. So sanken die Preise für Foto- und Filmausrüstungen um 7,7 Prozent, für Unterhaltungselektronik um 5,5 Prozent und für Geräte der Informationsverarbeitung um 5,4 Prozent.
Die Inflationsrate zieht wegen der hohen Energiekosten seit Monaten an. Im August betrug sie noch 1,0 Prozent, im September und Oktober waren es 1,3 Prozent, im November 1,5 Prozent und im Dezember 1,7 Prozent. Mit den 2,0 Prozent im Januar erreichte die Inflationsrate den für die Geldpolitik wichtigen Schwellenwert - die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bis zu dieser Schwelle von Preisstabilität. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte erst Anfang Februar vor der wachsenden Inflationsgefahr gewarnt. Er rechnet damit, dass die Inflationsrate in der Eurozone "den überwiegenden Teil des Jahres" über zwei Prozent liegen wird. Ende des Jahres werde sie dann aber wieder sinken, sagte er.
Unterdessen sind die Großhandelspreise ebenfalls kräftig angestiegen. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Großhandelspreise zu Jahresbeginn um 9,4 Prozent. Im Dezember hatte die Jahresrate mit 9,5 Prozent sogar noch etwas darüber gelegen. Insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Großhandelspreise im Januar um 1,2 Prozent.
Quelle: dpa-AFX
Metzger schrieb:
am 11. Februar 2011 um 19:13:08
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Verteuerung @ Hans Wurst
Und warum bleiben Sie dann nicht gleich im Ausland? Ist doch schade um die verplemberten Fahrtkosten. Außerdem
können Sie im Ausland den großen Max spielen. In Deutschland sind Sie halt nur ein ehemaliger Beamter und damit in D. schon ein "Gezeichneter".
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donner schrieb:
am 11. Februar 2011 um 18:53:03
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Inflation
bleibt wo sie ist auf hohem Niveau. Teure Energie mit 3fach Steuern und teure Lebensmittel damit das Benzin mit E10 gepanscht
werden kann. Und die Regierung? Freut's die Steuern sprudeln. Die Konjunktur geht am Volk vorbei.
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Dagobert schrieb:
am 11. Februar 2011 um 18:29:50
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@gutso
Setzen Sie mal die Relation von Managerbezügen zu Umsatz an, dann werden Sie sehen, dass sich da nicht so viel geändert hat. In der
Tat hat ein Manager 1976 lt. Erhebung 100 - 140 tsdDM verdient, davon aber 80-85% fix. Das war aber auch schon das Hundertfache eines Facharbeiters. Damals hat unsere Firma noch keine Mrd Umsatz gemacht, heute sind es über 5 Mrd, mit mehr als 5 mal so vielen Mitarbeitern. Heute ist der Fixanteil deutlich geringer und schon Abteilungsleiter bek. Prämiengehälter.
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