29.11.2010, 10:29 Uhr | dpa
Mehr Geldscheine für steigende Preise (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Steigende Preise bei Nahrung und Energie haben die Inflation in Deutschland auf ein Zweijahreshoch klettern lassen. Mit einer Jahresrate von 1,5 Prozent im November bleiben die Verbraucherpreise aber relativ stabil, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage erster Hochrechnungen mitteilte. "Wir reden über ganz kleine Zahlen. Wenn man im Tal steht, muss man immer bergauf", sagte Statistiker Thomas Krämer. Insgesamt bleibt die Inflation deutlich unter dem Niveau von knapp 2,0 Prozent, das die Europäische Zentralbank (EZB) als angemessen ansieht. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um durchschnittlich 0,1 Prozent.
Auf Jahressicht waren die Verbraucherpreise zuletzt im Oktober 2008 schneller gestiegen als jetzt - damals um satte 2,4 Prozent. "Das war die bislang letzte zwei vor dem Komma", erklärte Krämer. Infolge des extrem teuren Öls 2008 rutschte die Jahresteuerung im Sommer 2009 dann sogar zwischenzeitlich ins Minus. Im November schlugen vor allem die kräftigen Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse durch.
Auf absehbare Zeit rechnen Analysten nicht mit gravierenden Inflationsrisiken. Der Preisdruck dürfte zwar allmählich zunehmen, er bleibt aber unter Kontrolle, prognostiziert Unicredit-Experte Alexander Koch.
Mittelfristig könnten allerdings kräftigere Lohnsteigerungen dafür sorgen, dass eine Inflationsrate deutlich unter 2 Prozent erst einmal der Vergangenheit angehört, sagte Ulrike Rondorf von der Commerzbank voraus: "Bisher bremsen noch die unter dem Eindruck der Krise geschlossenen niedrigen Tarifabschlüsse den Lohnauftrieb. Viele dieser Verträge laufen erst Ende 2011 aus, so dass die Tariflöhne wohl frühestens 2012 kräftig steigen werden." Da die EZB die Zinsen wegen der Probleme in einigen Euroländern länger niedrig halten werde, könnten diese höheren Raten zudem länger anhalten als in vergangenen Aufschwüngen.
Die Entwicklung bei den Einfuhrpreisen deutet bereits seit einiger Zeit auf künftig steigende Verbraucherpreise hin. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, lagen die Importpreise im Oktober um 9,2 Prozent über dem Stand vom Vorjahresmonat. Teurer wurden auf Jahressicht vor allem Energie (plus 23,6 Prozent) und Getreideimporte (plus 48,5 Prozent). Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Oktober um 25,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, Eisenerz war sogar um 102,1 Prozent teurer als im Vorjahr.
Steigende Einfuhrpreise können zeitversetzt auch beim Endverbraucher für höhere Ausgaben sorgen: Unternehmen und Handel geben höhere Rohstoffpreise zumindest teilweise an die Verbraucher weiter.
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Quelle: dpa , t-online.de
belenus schrieb:
am 4. Dezember 2010 um 05:47:34
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inflation
schafft die gelb-schwarze regierung und den euro ab.
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Altvater schrieb:
am 30. November 2010 um 23:27:58
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steigende Inflation
Wie nennen denn unsere Großkopfeten die Preisentwicklung seit der Euro- Einführung 2002?
Grob überschlagen entsprechen
in den meisten Warengruppen, die ein Durchschnittsbürger ständig in Anspruch nimmt, die Preise in Euro zahlenmäßig denen bis 2001 in DM.
Eine Inflation von rund 100%!! Die jährliche Inflationsrate betrug jährlich also runde 12%!!
Im Urlaub durfte ich in Frankreich schon mal 2 Euro auf einer öffentlichen Toilette bezahlen. Da kann man sehen, was dieses Spielgeld wert ist.
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geba schrieb:
am 29. November 2010 um 13:10:48
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Inflation steigt im November auf Zweijahreshoch
Hätte die regierung gerne, in wahrheit aber herrscht Deflation.Das Lohnsteueraufkommen ist 5
% niedriger, ja wie denn wenn angeblich die Löhne so steigen.solange alle vom sparen reden, herrscht deflation, siehe Japan.wer soll demn.deutsche produkte kaufen, wenn überall sparprogramme aufgelegt werden ? mann kann nicht ewig nach China exportieren.
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