05.07.2011, 18:52 Uhr | dpa
Die Inflation in Deutschland verharrt auf hohem Niveau. Die jährliche Teuerungsrate sank im Mai auf 2,3 Prozent, nach 2,4 Prozent im April, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit ist die Inflationsrate zwar seit acht Monaten erstmals wieder rückläufig. Jedoch liegt sie noch immer klar über der Zwei-Prozent-Marke. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nur knapp unterhalb dieser Schwelle keine Gefahr für den Geldwert.
Die Zentralbank hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, sie werde den aktuell niedrigen Leitzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit frischem Geld aller Voraussicht nach im Juli weiter erhöhen. Er liegt seit April bei 1,25 Prozent. Die Bundesbank sagte in einer Analyse vom Freitag einen durchschnittlichen Verbraucherpreisanstieg um 2,5 Prozent für das laufende Jahr voraus.
Die Schuldenkrise im Euro-Raum bremst Europas Währungshüter auf ihrem Weg zu höheren Zinsen und bringt sie in eine Zwickmühle: Höhere Zinsen würden Schuldensünder wie Griechenland zusätzlich belasten, doch auf der anderen Seite spricht die anziehende Inflation dafür.
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Im direkten Vergleich zum April 2011 veränderte sich das Niveau der Mai-Preise nicht (0,0 Prozent). Die Statistiker beobachteten im Einzelnen sinkende Preise gegenüber dem Vormonat beim wichtigen Posten Energie (minus 0,7 Prozent). So wurden etwa Kraftstoffe wie Benzin und Diesel und auch Heizöl binnen Monatsfrist etwas billiger. Andererseits verteuerten sich Zentralheizung und Fernwärme leicht.
Ein großer Preistreiber waren im Jahresvergleich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit plus 3,3 Prozent. Dieser Posten macht gut ein Zehntel der durchschnittlichen Ausgaben der Bundesbürger aus. Treiber bei den Kosten für alkoholfreie Getränke waren vor allem Kaffee (plus 22 Prozent) und Fruchtsaftarten (teils 14 Prozent). Beim Essen verteuerten sich allen voran Speisefette und Speiseöle (in Summe plus 18 Prozent), darunter beispielsweise Butter mit 28 Prozent Zuwachs in der Jahresfrist. Auch Molkereiprodukte, Fisch und Fleisch sowie Obst zogen an. Die Kosten für Gemüse blieben konstant.
Die auch am Freitag präsentierte Entwicklung der Großhandelspreise zeigt bei den Nahrungsmitteln eine Parallele: Verglichen mit Mai 2010 waren auf Großhandelsebene im Mai 2011 insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel für Tiere deutlich teurer (plus 68 Prozent). Auch gegenüber April 2011 ergaben sich noch einmal 3 Prozent Zuwachs.
Auf Handelsebene gab es bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen eine Steigerung auf Jahressicht von 46 Prozent. Auch Molkereierzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette legten im Mai-Vergleich zweistellig zu (plus 10 Prozent). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf der Großhandelsebene um sieben Prozent teurer. Die Preise dort gelten als ein Indikator für eine Teuerung, die an Verbraucher weitergereicht wird.
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Quelle: dpa
Hossa schrieb:
am 12. Juni 2011 um 13:16:35
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Inflation
Wenn die geleistete Arbeit finanziell höher bezahlt wird als die Mehrheit der Verbraucher dafür zu zahlen bereit sind und die
Differenz durch Schulden des Staates augeglichen wird, gibt es zwangsläufig Inflation. Es wird mit nominal hohen Beträgen eine zu geringe Leistung bezahlt. Das vermindert den Wert des Geldes.
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Pferdehuk schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:20:34
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Inflation
Wir werden hier verarscht ohne Ende. Schon komisch, dass es immer nur Inflationen und nie Deflationen gibt. Das zeigt, dass die
Preise künstlich hochgeschraubt werden, damit die Bonzen noch fetter werden.
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Aber schrieb:
am 11. Juni 2011 um 08:50:20
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zu Geba schrieb-
Widerspruch ! Wer auf Schulden lebt kann nicht behaupten es gehe ihm gut. das ist kurzeitdenken und geht an der Realität
vorbei. Schulden machen Probleme-z.B.Griechenland u.a.ständig unterdrückt brachte den willen zum erfolg.verlagshaus schlosser.masselmann. Man muss doch offen sein für das wahre leben.
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