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Inflationsrate schnellt im Januar auf 1,9 Prozent

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Inflationsrate schnellt im Januar auf 1,9 Prozent

27.01.2011, 16:31 Uhr | dpa

Teurer Einkauf: Die Inflationsrate erhöhte sich im Januar deutlich

Teurer Einkauf: Die Inflationsrate erhöhte sich im Januar deutlich (Quelle: imago)

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Januar wie erwartet erhöht. Vor allem für Benzin, Diesel, Heizöl, Obst und Gemüse mussten die Verbraucher im Januar tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr. Die Jahresteuerung erhöhte sich auf 1,9 Prozent nach 1,7 Prozent im Dezember und erreichte damit den höchsten Stand seit Oktober 2008. Das teilte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mit. Auch die seit längerem angekündigten Preiserhöhungen für Strom hätten die Inflation angeheizt.

Im Vergleich zum Dezember gingen die Preise saisonbedingt um 0,5 Prozent zurück. "Während die Energiepreise erneut deutlich anzogen, gab es bei den Nahrungsmitteln - dem zweiten 'Preistreiber' der vergangenen Monate - eine Korrektur nach unten", berichtete die Commerzbank. Insgesamt bleibt die Inflation in Deutschland damit gerade noch im Zielkorridor der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine jährliche Teuerung von knapp unter zwei Prozent anstrebt.

"Trend zeigt klar nach oben"

"Der von manchem befürchtete kräftige Anstieg der Teuerungsrate ist wohl ausgeblieben, aber der Trend zeigt weiterhin klar nach oben", prognostizierte Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. In den kommenden Monaten dürften die Verbraucherpreise insbesondere aufgrund der weltweit steigenden Rohstoffpreise weiter anziehen. Ein Ausufern der Inflation erwarten Volkswirte derzeit aber nicht.

"Die Inflationsrisiken haben sich zwar aufgrund steigender Rohstoffpreise erhöht, auf mittlere Sicht rechnen wir aber weiterhin mit einem Preisanstieg unterhalb der Marke von zwei Prozent", sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Postbank hatte ihre Prognose jüngst auf 2,0 Prozent angehoben, Unicredit-Experten erwarten eine durchschnittliche Jahresteuerung von 2,2 Prozent im laufenden Jahr.

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Kein Grund zu überzogener Sorge

Der Bundesverband deutscher Banken warnte vor überzogener Sorge: "Zunächst einmal darf nicht übersehen werden, dass der Teuerungsschub von einem sehr niedrigen Niveau ausgeht." Von einem breit angelegten Preisschub könne gegenwärtig keine Rede sein.

Risiken sehen die Volkswirte nicht nur in der über Rohstoffeinfuhren "importierten Inflation". Sie warnen auch vor überzogenen Lohnforderungen, die eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen könnten. "Lohnabschlüsse, die deutlich über den durch den Produktivitätsfortschritt und die längerfristige Preisentwicklung abgegrenzten Verteilungsspielraum hinausgehen, würden ... nicht nur die Preisentwicklung in Deutschland stark beschleunigen, sondern auch die erfreulichen Fortschritte am Arbeitsmarkt gefährden", betonte etwa der Bankenverband.

Niedrige Zinsen nützen der deutschen Wirtschaft

Zudem könnte die Schuldenkrise in einigen Euroländern die deutsche Inflation beeinflussen, wie Unicredit-Experte Alexander Koch erklärt: "Die Schwäche in anderen Euroländern hält die EZB davon ab, die Zinsen anzuheben." Denn das rekordniedrige Zinsniveau werde die ohnehin äußerst wettbewerbsfähige deutsche Wirtschaft unterstützen und den privaten Konsum weiter anheizen.


Quelle: dpa , t-online.de

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Kommentare (70)

zum Forum

Thema: "Inflationsrate schnellt im Januar auf 1,9 Prozent"

Sascha schrieb: am 30. Januar 2011 um 19:14:54
(0) (0) Nicole
Sind wohl zwei Ernas hier. Eine arbeitet und die andere will nicht.

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Hugoline schrieb: am 30. Januar 2011 um 18:51:15
(0) (0) Inflationsrate@Nicole
Ist mir bewußt, jedes Kind ist bares Geld. Hier wird ein Kind zur Ware degradiert. Weiss ich, deswegen muss die
gesetzliche Grundlage geschaffen werden, um solchen Ausbeutern das Handwerk legen zu können. Warum hier die arbeitenden Menschen nicht mehr auf die Barikade gehen, wundert mich doch sehr. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die das noch toll finden, dass es Menschen gibt, die überhaupt kein Gewissen mehr haben. Familie Müller hat doch etwas mehr, also rüber auf mein Konto.
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Malocher schrieb: am 30. Januar 2011 um 18:45:32
(0) (0) Hartz4
Bei Hartz4 ist das so wie mit den Beamten. Jeder hat doch die Möglichkeit gehabt, Beamter zu werden oder in Hartz4 zu fallen. Nur
darüber sich aufregen bringt doch nichts. Was der Beamte bekommt ist im Gesetz genauso verankert als die Hartz4 Bezüge. Ich könnte mich da nicht drüber aufregen. Abzüge hat man so oder so und wenn ich für 8 Euro arbeiten gehen sollte,würde ich auch zu Hause bleiben und mich vom Volk bezahlen lassen.
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