27.07.2009, 10:06 Uhr | Financial Times Deutschland
(Foto: Imago)
Kreativ denken darf nicht jeder. Dieses Privileg bleibt in deutschen Unternehmen oft Mitarbeitern der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen vorbehalten. Unternehmen nutzen deshalb die kreativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu wenig.
Weil das Gros der Belegschaften ausgeschlossen bleibt, wird schöpferisches Potenzial verschenkt, so das Fazit der Innovationsstudie 2009 der Beratungsgesellschaft Innovation Navigators, für die 128 Führungskräfte befragt wurden. Die Manager zeigen Einsicht: 88 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich die Kreativität der Mitarbeiter noch ausbauen lässt. Das gilt übrigens auch für Führungskräfte - glauben zumindest 71 Prozent.
Beim Glauben muss es nicht bleiben: "Kreatives Denken ist eine erlernbare Kompetenz", die von Unternehmen aktiv gefördert werden kann, sagt Studienleiterin Sylvie Römer. Sie sieht die Arbeitgeber in der Pflicht, hier aktiv zu fördern. Das Bewusstsein dafür ist vorhanden, wie die Studie besagt, es hat allerdings keine Folgen. Nur die Hälfte der Unternehmen schätzt sich selbst als "eher offen" für Neuerungen ein.
Lediglich jeder dritte Befragte regt seine Mitarbeiter dazu an, Probleme kreativ anzugehen. Das könnte sich rächen, denn ohne Innovationen werden sich die angestrebten Firmenziele kaum erreichen lassen. Das sagen 87 Prozent der befragten Manager. Gefordert sind dabei große Würfe: Diverse Studien belegen, dass ewiges Klein-Klein langfristig nicht zum Erfolg führt.
Financial Times Deutschland
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