12.05.2011, 09:56 Uhr | oca, AFP
USA: Hedge-Fonds-Manager Raj Rajaratnam droht wegen Insiderhandelns eine lange Haftstrafe (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der Gründer des Galeon-Hedge-Fonds, Raj Rajaratnam, könnte wegen Betrugs 205 Jahre hinter Gitter kommen. Die Geschworenen an einem US-Bundesgericht in New York sprachen den einstigen Wall-Street-Mogul am Mittwoch in allen 14 Anklagepunkten schuldig. Auf jeden einzelnen Anklagepunkt stehen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Hinzu kommen Geldstrafen bis zu fünf Millionen Dollar. Der Milliardär soll in millionenschwere Insidergeschäfte verstrickt gewesen sein. Das Gericht will das Strafmaß am 29. Juli verkünden. Der Fall ist einer der größten Insider-Skandale der New Yorker Finanzmeile überhaupt.
Die Jury sah es als erwiesen an, dass Rajaratnam durch sein Insiderwissen insgesamt 63,8 Millionen Dollar (rund 45 Millionen Euro) erwirtschaftet hat. Der 53-jährige Hedge-Fonds-Gründer bleibt bis zur Verkündung des Strafmaßes gegen Kaution auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft kritisierte diese Entscheidung des Richters und warnte vor der "enormen" Gefahr einer Flucht des aus Sri Lanka stammenden Finanzmoguls. Rajaratnams Anwälte kündigten an, gegen den Schuldspruch in Berufung zu gehen.
In dem Marathon-Prozess müssen sich weitere ranghohe Finanzexperten, Berater und Manager verantworten, die teilweise gegen Rajaratnam aussagten. Zuvor brachte eine einzige SMS die Ermittler auf die Spur. Laut "Wall Street Journal" (WSJ) schickte die frühere Intel-Managerin Roomy Khan Rajaratnam eine Kurznachricht. Sie riet ihm, keine Aktien des Videokonferenzspezialisten Polycom zu kaufen, bis sie "Anweisungen erhalte". "Möchte sicherstellen, Anweisungen okay", so lautet Ermittlern zufolge der kurze, kryptische Text, mit dem das Wall-Street-Desaster begann.
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Andrew Michaelson, Anwalt bei Amerikas Börsenaufsicht, der Securities and Exchange Commission (SEC), konfrontierte Khan mit der SMS. Sie erlaubte anschließend den Ermittlern, ihre Telefonate mit Rajaratnam abzuhören und mitzuschneiden. So war ein weit verzweigtes Informantennetz zum Vorschein gekommen. Gleich mehrere Seilschaften waren sichtbar geworden, in verschiedenen Branchen waren die Ermittler auf Gruppen von Angestellten gestoßen, die Insider-Informationen weiterreichten.
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Quelle: AFP
Pfatzolisator schrieb:
am 12. Mai 2011 um 16:05:00
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Aber hallo...
...da wird öffentlich ein ganz besonders fettes und häßliches Schwein geschlachtet, das sich wohl bei seinesgleichen
unbeliebt gemacht hat. Die restlichen Schweine grunzen sich eins, und schon morgen wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben...!
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Gerd schrieb:
am 12. Mai 2011 um 14:46:38
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@Ch@f´fler
Da magst du Recht haben aber in den USA und Russland wird zudem auch noch das Geld konfesziert auch wenn es mit der Straftat
selbst nichts zu tun hat und das ist ja nun auch nicht grad die feine Art. Abgesehen mal davon, dass die Rechtssystem der USA und Russland weit entfernt davon sind Vorzeige Rechtssysteme zu sein.
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Ralf schrieb:
am 12. Mai 2011 um 14:19:49
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Der Staat
Der Staat ist doch der jenige der unvernünftig mit der Kohle umgeht. Ebenso nicht nachvollziehbar, dass die Vorstände jener
Banken weiterhin Bonis beziehen. Der Staat, sprich wir zahlen von unseren Steuern aber es wird kein Riegel vorgeschoben und munter weiter wie gehabt.
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