25.03.2011, 07:22 Uhr | dpa-AFX, oca
Die Börsenaufsicht BaFin ermittelt gegen den Geschäftsführer des größten deutschen Wohnungsunternehmen. Medienberichten zufolge steht William Brennan im Verdacht, Insiderkenntnisse missbraucht und am 3. Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft zu haben. Vier Wochen später wurde bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage gegen die Gagfah erwägt. Danach stürzten die Aktien der Wohnungsgesellschaft ein, berichtet "Handelsblatt". Der Stadtrat der Stadt Dresden will hierzu an diesem Donnerstag eine Entscheidung treffen. Der Gagfah wird von der Stadt Dresden vorgeworfen, tausende Wohnungen in ganz Deutschland verkommen zu lassen. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe. Auch die Deutsche Rentenversicherung droht mit einer Klage.
2006 hatte die sächsische Landeshauptstadt 48.000 öffentliche Wohnungen an den US-Finanzinvestor Fortress verkauft, der seine Wohnungsholding Gagfah noch im gleichen Jahr an die Börse brachte. Die Stadt Dresden wirft Gagfah vor, sich nicht an die damals vereinbarten Klauseln zum Mieterschutz gehalten zu haben.
Sollte der Dresdner Stadtrat wie geplant klagen, dann will zudem auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV Bund) ihre Verträge mit Gagfah überprüfen. So habe die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, die später in die DRV Bund überging, 2004 etwa 81.000 Wohnungen an Fortress verkauft und damit deutlich mehr als Dresden. Dabei regelten die Parteien, dass bei einem möglichen Weiterverkauf der Objekte vereinbarte Auflagen zum Mieterschutz auf den Käufer übergingen. Doch die Stadt Dresden wirft Gagfah vor, sich genau an diese Verabredung wiederholt nicht gehalten zu haben. Dagegen sei dem DRV Bund noch kein Vertragsbuch aufgefallen. Allerdings habe diese auch nicht explizit geprüft. Im Fall von Verstößen drohten aber empfindliche Strafen.
Brennan lässt die Vorwürfe dem Bericht zufolge bestreiten. Eine Gagfah-Sprecherin bestätigte dem "Handelsblatt" zwar, dass Brennan seit längerem von den Recherchen der Stadt Dresden zu diesem Thema weiß. Die Stadt habe jedoch nicht erkennen lassen, dass sie Forderungen in erheblicher Größenordnung geltend machen würde, sagte sie. Davon habe das Unternehmen erst kurz vor dem 4. März erfahren.
Der Immobilienboss Brennan, der 2009 von Fortress zur Gagfah kam, verkaufte seine Aktien zum Kurs von 7,50 Euro, aktuell steht der Kurs bei 6,38 Euro. Eine Milliardenklage würde den Kurs extrem drücken.
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Quelle: dpa-AFX
robbe schrieb:
am 23. März 2011 um 15:36:22
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Gier
Scheiß Gier. Alles rauspressen bis nichts mehr übrig ist. Das nennt sich dann großkotzig Soziale Marktwirtschaft. Passend wäre
Assoziale Mißwirtschaft. Solches Gesindel gehört hinter Gitter, bei Brot und Wasser, aber bei der derzeitigen Rechtssprechung wird das eh nichts.
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Padrino schrieb:
am 23. März 2011 um 13:14:35
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Insiderhandel
"und ist der Handel noch klein,
er bringt doch mehr als Arbeit ein"
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Schmitty schrieb:
am 23. März 2011 um 13:05:36
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GAGFAH
Sicher ist er reinen Herzens und wollte nur Schaden abwenden. Solche Vorzeigesubjekte sind doch nur auf das Wohl ihrer Mieter und
Mitmenschen bedacht. Mir kommen die Tränen, als Vorstand kann er einfach nichts über das Treiben in seiner Firma wissen ! Oh diese Ungerechtigkeit, wir sollten alle spenden !
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