Irland greift Banken mit Milliarden unter die Arme
22.12.2008, 09:51 Uhr | mfu
Irland gewährt Milliardenhilfen für seine marode Banken. (Foto imago)Die irische Regierung will den in der Finanzkrise in Bedrängnis geratenen drei größten Banken des Landes mit bis zu 5,5 Milliarden Euro unterstützen. Das teilte Finanzminister Brian Lenihan am Sonntagabend in Dublin mit. Die Staat erwirbt dafür im Gegenzug beträchtliche Anteile an den Banken.
Mit Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bei der Anglo Irish Bank Corp übernimmt der Staat praktisch 75 Prozent des Bankhauses. Jeweils zwei Milliarden Euro sollen in die Allied Irish Banks (AID) und die Bank of Ireland (Boi) gepumpt werden. Im Gegenzug werde die Regierung bei diesen Geldhäusern ein 25-prozentiges Stimmrecht "in Kernfragen" erhalten sowie jeweils zwei zusätzliche Direktoren ernennen dürfen.
Weitere Milliarden für Staatsgarantien
Weitere zwei Milliarden Euro sollen für staatliche Garantien bereitgestellt werden. Dem Bericht zufolge will die Regierung Garantien für private Investitionen bei den Allied Irish Banks und der BoI übernehmen. Beide Institute hätten bereits Interesse an solchen Staatsgarantien für neue Anteile im Wert von jeweils einer Milliarde Euro signalisiert, hieß es. Es sei ein "sehr wichtiger Test für diese Banken", zu zeigen, dass sie private Mittel generieren können, sagte Lenihan.