30.08.2011, 16:06 Uhr | t-online.de mit AFP
Ein chinesischer Superreicher will in Island eine gigantische Ferienanlage aus dem Boden stampfen. 100 Millionen Dollar soll der Urlaubstempel samt Grundstück kosten. Das riesige Areal hat sich der Chinese bereits gesichert. Doch die Isländer sind verunsichert. Was plant der Immobilien-Tycoon Huang Nubo wirklich?
Nach einem Bericht der "Financial Times" (FT) hat sich Huang bereits mit den Besitzern eines riesiges Areal in Island zum Bau des Feriendomizils geeinigt. Teile des Gebiets liegen nach Aussagen des isländischen Außenministers Össur Skarphéðinsson in den Naturschutzgebieten Vatnajökull und Jökulsárgljúfur. Der Investor habe einen vorläufigen Vertrag über den Kauf von 300 Quadratkilometern Land abgeschlossen - immerhin 0,3 Prozent der Landesfläche. Auf dem Gebiet wolle er ein 100 Millionen Dollar teures Öko-Tourismus-Projekt umsetzen. Zudem plant er ein Hotel in Reykjavík.
Auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt rangierte Huang 2010 mit einem Vermögen von 890 Millionen Dollar auf Platz 161. Seiner Firma Zhongkun gehören Ferienanlagen in China und anderen Teilen der Welt. Laut "Financial Times" arbeitete Huang früher für die chinesische Propagandabehörde und das Bauministerium.
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Die Isländische Regierung weiß allerdings nicht so recht, was sie von dem Plan des Chinesen halten soll. Der isländische Innenminister Ögmundur Jónasson sagte der "FT", die Regierung müsse unbedingt die Auswirkungen des Plans in Betracht ziehen. China sei dafür bekannt, weltweit Land aufzukaufen. Dass nun ein Chinese 300 Quadratkilometer Land auf Island kaufen wolle, "müsse diskutiert und nicht einfach geschluckt werden."
Skarphéðinsson begrüßte dagegen den Plan des Chinesen. Er hatte sich Ende August mit Huang getroffen, um über das Projekt zu reden. Er lobte die ausländischen Investitionen und die Stärkung des Tourismus in Island, vor allem in ländlichen Regionen. Auch die betroffenen Gemeinden steht hinter den Plänen der Chinesen.
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Die Online-Ausgabe des Magazins "Iceland Review" hatte vergangene Woche berichtet, dass Huang einen Vorvertrag mit der isländischen Regierung und anderen Landbesitzern unterzeichnet habe. Das Geschäft musste demnach noch von Peking und Reykjavik abgesegnet werden.
Island ist 103.000 Quadratkilometer groß. Durch seine strategisch wichtige Lage zwischen Europa und Nordamerika gewinnt es zunehmend an Bedeutung. Dazu trägt die durch den Klimawandel verursachte Eisschmelze bei. Denn künftig werden die bislang zugefrorene arktische Gewässer für die Seefahrt nutzbar. Damit würde das Land als Drehkreuz für den chinesischen Handel immer interessanter.
Quelle: t-online.de , AFP
erniberti schrieb:
am 30. August 2011 um 21:13:25
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Genauso machen wie die Chinesen
Land bleibt in Besitz von Island - eine Pacht wird fällig.
Isländische Firmen werden >50% beteiligt.
Die
Bauten werden von Isländern hochgezogen und betrieben.
Und im Naturschutzgebiet geht schon mal überhaupt nichts.
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Sigi schrieb:
am 30. August 2011 um 18:44:25
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Island
China wird zunächst unterstellt, dass es mit diesem Ökoprojekt eigentlich eine Handelsbrücke China - Nordamerika - Europa schaffen
will.
Besser so, als 750 (Siebenhundertfünfzig) US militäriscjhe Stützpunkte, verteilt über die ganze Welt, zubetreiben. Sich quasi wie ein Krake in das Geschehen dieser Länder einnisten!
Wenn schon Globalisierung, dann auch für die Chinesen und diese nicht nur als unser Exportland NR. 1 und als Retter des $ und € (grösster Kreditgeber)
betrachten!
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Joey schrieb:
am 30. August 2011 um 18:40:07
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China in Island
Da wäre ich auch skeptisch, die schöne Natur ist dann bald Schnee von gestern und muss dem "Business" weichen. Und
das auch noch im Naturschutzgebiet! Was die Chinesen von Naturschutz, Einhaltung von Auflagen und Respekt vor Menschen halten, wissen wir ja. Profit geht da erst mal über alles. China breitet sich systematisch überall aus, ganz gezielt, es ist nicht schwer zu erraten, warum. Lasst euch nicht kaufen!!!
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