27.01.2012, 10:24 Uhr | AFP, dpa
Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Europäische Zentralbank (EZB) einem Pressebericht zufolge zur Beteiligung an einem Schuldenschnitt in Griechenland. Die "Financial Times" beruft sich auf europäische Regierungskreise, der IWF dementiert.
Hintergrund der Problematik ist, dass die EZB seit dem Frühjahr 2010 griechische Staatsanleihen am freien Markt gekauft hat. Sie flankiert damit das erste Rettungspaket für Athen. Da die Staatstitel bereits seinerzeit stark unter Druck gestanden haben, hat die EZB die Papiere zu sehr geringen Marktpreisen gekauft. Falls Griechenland nicht pleite ginge, würde die EZB den kompletten Nennwert der Anleihen zum Laufzeitende zurückerhalten und damit deutliche Kursgewinne erzielen.
Der Internationale Währungsfonds hat jedoch dementiert, eine besondere Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) an der Beilegung der griechischen Schuldenkrise gefordert zu haben. Die EZB sei nicht aufgefordert worden, "eine spezifische Rolle" bei der Reduzierung der griechischen Schulden auf 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahr 2020 zu spielen, erklärte IWF-Sprecher William Murray.
Darüber hinaus nimmt die Notenbank nach wie vor griechische Staatspapiere als Sicherheit in ihrem Refinanzierungsgeschäft mit den Geschäftsbanken entgegen. Die EZB hat mehrfach bekundet, sich nicht an einem Schuldenschnitt in Griechenland beteiligen zu wollen. Diese Haltung stößt insbesondere bei Hedge Fonds auf Kritik. Die Argumentation lautet, warum auf Forderungen gegen Griechenland verzichtet werden solle, wenn sich die EZB dagegen sträube.
Laut "Financial Times" hat sich der EZB-Rat, der über die Geldpolitik im Währungsraum entscheidet, unlängst mit der Problematik beschäftigt. Demnach wurde diskutiert, ob mögliche Gewinne aus dem Kauf griechischer Anleihen weitergereicht werden könnten. Eine andere Option wäre, dass sich die Notenbank am Schuldenschnitt beteiligt und entsprechende Verluste in Kauf nimmt.
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Die Zitterpartie um den Schuldenschnitt Griechenlands geht derweil weiter. Die Verhandlungen des Euro-Sorgenkindes mit den Banken könnten bis zum Wochenende oder spätestens Anfang kommender Woche abgeschlossen werden. Dies sagte Ministerpräsident Lucas Papademos am späten Dienstagabend. "Notfalls werden wir telefonisch abschließen", betonte er.
Die Verhandlungen verliefen zuletzt zäh: Von einem regelrechten "Pokerspiel" schrieb etwa die griechische Presse. Den Berichten zufolge kommt aber offenbar Bewegung in die Gespräche. Demnach wird der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbands (IIF), Charles Dallara, an diesem Donnerstag zurück in Athen erwartet.
Der angestrebte freiwillige Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken und damit dem Land helfen, auf lange Sicht wieder selbst seine Verbindlichkeiten abbauen zu können. Streitpunkt waren zuletzt die Zinsen für neue, langfristige Anleihen. Die Banken und andere Gläubiger wollen nicht weniger als vier Prozent im Durchschnitt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und wichtige EU-Staaten wollen den Zinssatz der neuen Anleihen auf maximal 3,5 Prozent drücken, weil sonst die Last für Griechenland immer noch zu groß sei.
Quelle: AFP , dpa
Demokrat schrieb:
am 1. Februar 2012 um 18:27:08
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IWF drängt EZB zur Beteiligung
Wurde den im Ernst geglaubt, dass die vielen Haftungen (rd. 750 Mrd. für die BRD - aktuell. steigend) nicht
zu Zahlungen werden. Trotzdem werden die R-Schirme weiter vergrößert - und der deutsche Michel schaut zu. Habe das Thema mehrfach bei verschied. Leuten angesprochen - eine erschreckende Unkenntnis bis zur Reaktion "Will nichts wissen". Kann nur hoffen, dass endlich die Problem für alle spürbar werden, damit diese Lethargie aufhört. Die Politiker gehören strafrechtlich verfolgt.
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Griechenretter schrieb:
am 28. Januar 2012 um 22:44:34
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Schuldenschnitt
Das Problem der griechischen Tragödie sind nicht die Griechen; die sollen gefälligst ihr Schuldenproblem selbst lösen. Das
Problem für uns Deutsche sind unsere Parteien, unsere Politiker. Merkel und CDU schieben unsere Steuergelder und Spargroschen den Griechen vorne und Gabriel und SPD den Griechen vorne und hinten rein. Ein Trost: Die Griecen lachen sich tot über die doofen Deutshen.
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Zahlemann schrieb:
am 28. Januar 2012 um 22:19:29
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Griechen-Schulden
Das Problem bei der griechischen Tragödie sind unsere deutschen Parteien, unsere Politiker. Merkel und CDU schieben unsere
Steuern und Spargroschen den
Griechen vorne und Gabriel und SPD vorne und hinten rein. Ein Trost: Die Griechen lachen sich tot über die doofen Deutshen.
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