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Juncker erwartet Massenarbeitslosigkeit

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Juncker erwartet Massenarbeitslosigkeit

18.03.2009, 08:42 Uhr | oca

Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker (Quelle: AFP) Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker (Quelle: AFP)Nach Ansicht von Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker wird sich die wirtschaftliche Krise in Europa in den kommenden Wochen deutlich verschärfen. "Ich fürchte, dass es nach der Finanz- und Wirtschaftskrise in Kürze eine soziale Krise geben wird", sagte Juncker der Zeitung "Die Welt". Diese werde vor allem durch Massenarbeitslosigkeit geprägt sein und für viele Menschen Einkommensverluste bedeuten. Dies könne wiederum dazu führen, dass das Vertrauen in das politische System deutlich zurückgehe. "Daraus könnte ein explosives Gemisch mit dramatischen Folgen für Europa entstehen", sagte Juncker dem Blatt.

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Juncker fordert mehr Investitionen

Der luxemburgische Ministerpräsident forderte mehr Ausgaben für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. "Es ist dringend erforderlich, in den kommenden Monaten mehr Geld in die Finanzierung von Kurzarbeit und Umschulungen zu stecken", sagte Juncker. "Man sollte die Krise nutzen, um die Beschäftigten besser zu qualifizieren." Dies werde sich nachher auszahlen.

Konjunkturprogramme wirken lassen

Juncker, der auch Chef der Euro-Gruppe ist, schlug zugleich vor, Ende 2010 über weitere Konjunkturprogramme zu entscheiden. "Wir müssen die Programme wirken lassen, wir brauchen jetzt keine neuen Konjunkturpakete", sagte der Luxemburger. "Wir sollten bis Ende 2010 warten und schauen, ob die Konjunkturspritzen bis dahin gewirkt haben." Erst in frühestens 18 Monaten solle dann entschieden werden, ob neue Programme notwendig seien.

Juncker schließt Euro-Beitritt vorläufig aus

Vorläufig werde es auch keinen beschleunigten Beitritt osteuropäischer Staaten zur Euro-Zone geben, sagte Juncker weiter. Er habe Verständnis, dass ein Land, das alle Kriterien erfülle, "nicht wie vorgeschrieben zwei Jahre im Wartesaal des EWS II sitzen will." Man könne sich dieser Debatte nicht verschließen. Die Finanzminister der Eurozone hätten bei ihrem jüngsten Treffen aber einen beschleunigten Euro-Beitritt von Ländern wie Polen oder Ungarn abgelehnt. "Vorläufig wird es also keinen beschleunigten Beitritt geben", sagte Juncker.

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Quelle: dpa-AFX , t-online.de , dapd

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