05.02.2012, 13:56 Uhr | dpa, dapd, AFP
Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat eine Pleite Griechenlands nicht mehr ausgeschlossen. Gleichzeitig forderte er aber auch mehr Anstrengungen von dem Euro-Land. Allein die Möglichkeit einer Insolvenz sollte den Griechen "dort Muskeln verleihen, wo sie im Augenblick noch ein paar Lähmungserscheinungen haben", sagte Juncker dem "Spiegel" laut Vorabmeldung. Sollte Athen die notwendigen Reformen nicht umsetzen, könne es nicht erwarten, "dass Solidaritätsleistungen von den anderen erbracht werden".
Besonders die geplante Privatisierung von Staatsunternehmen sei deutlich hinter den Verabredungen zurückgeblieben. "Griechenland muss wissen, dass wir bei dem Thema Privatisierung nicht lockerlassen", sagte Juncker. Als schädlich für das Image des Landes bezeichnete er außerdem, "dass es Korruptionselemente auf allen Ebenen der Verwaltung gibt".
"Wenn wir feststellen sollten, dass alles schiefgeht in Griechenland, dann würde es kein neues Programm geben, dann hieße das, dass im März die Pleiteerklärung erfolgt", sagte Juncker.

Top-Konditionen ab dem ersten Euro: Finden Sie hier das beste Tagesgeldkonto.
Griechenland verhandelt seit Wochen mit seinen Privatgläubigern über einen freiwilligen Schuldenerlass, der das von der Pleite bedrohte Land um rund hundert Milliarden Euro entlasten soll. Zudem spricht die Regierung in Athen mit der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds über ein zweites Hilfsprogramm von rund 130 Milliarden Euro.
Der scheidende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, warnte derweil eindringlich vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone bei einer Pleite Griechenlands. Am Rand der Münchner Sicherheitskonferenz kündigte er an, noch in der Nacht nach Athen zu fliegen.
Zuvor hatte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos erklärt, das Schicksal Griechenlands stehe auf Messers Schneide. Der italienische Ministerpräsident Mario Monti warnte bei einer Staatspleite Griechenlands vor Kollateralschäden und einer Ansteckungsgefahr.
Auch nach weiteren Hilfen und einem Schuldenschnitt wird Griechenland jedoch ein Problemfall bleiben. Das ist die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). "Ein Schuldenschnitt erfüllt zwar die Vorgaben der EU, bringt Griechenland aber auf keinen Wachstumspfad", sagte DIW-Konjunkturexperte Karl Brenke.
Die Schuldenkrise sei letztlich nur Ausdruck der wirtschaftlichen Schwäche des Landes. "Griechenland fehlt eine industrielle Exportbasis." Das Land benötige eine von der gesamten Gesellschaft getragene grundlegende Modernisierung. Solange man die Probleme nicht anpacke, würden "nach dem Schuldenschnitt nur wieder neue Schulden aufgehäuft", sagte Brenke.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Quelle: AFP , dapd , dpa , t-online.de
Jurist schrieb:
am 5. Februar 2012 um 18:58:54
(47)
(1)
Beihilfe zur Geldverschleppung
Wenn man weiß das Griechenland ein korruptes System ist und von einer noch größeren Korruption regiert wird
ist jeder Cent dem man dem deutschen Steuerzahler in Bürgschaft stellt BEIHILFE ZUR KORRUPTION also eine strafbare Handlung. Es genügt eine Sammelklage einzelner Bürger um diese Gelder SOFORT zu stoppen. Unsere Bundeskanzlerin und Finanzminister machen sich strafbar der krimminellen Geldverschleppung!!!! Bürger Deutschlands müssen sich endlich dagegen wehren!!!!!
mehr
Kommentar melden
Christianidis Wulfferopoulos schrieb:
am 5. Februar 2012 um 17:44:54
(36)
(5)
Griechenland
Einfache und effektive Lösung des Griechenlandschuldenproblems:Griechenland für die nächsten 10 Jahre an China verleasen.
Somit keine Demonstrationen mehr und sie lernen das Arbeiten. Frau Merkel hat letzte Woche schon mit den Chinesen darüber verhandelt. Und Wulff wird der neue griechische Ministerpräsident. Gute Lösung dür Deutschland und Europa. Basta.
mehr
Kommentar melden
Nachdenker schrieb:
am 5. Februar 2012 um 17:32:07
(35)
(1)
Griechenland
Es ist wie bei einer normalen Bürgschaft! Der sie gegeben hat ist der Dumme, in diesem Fall Deutschland! Wie lange soll dieses
Theater noch weitergehen?
Es war ein Wahnsinn dieses System zu schaffen, jahrhundertelang wird darüber als eine Art historisches Monument kollektiven Wahnsinns geschrieben werden!!
Nachdenker
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video