14.02.2011, 16:42 Uhr | dpa-AFX
Wörtlich genommen: Die Tasse Kaffee kostet künftig mehr (Foto: imago) (Quelle: imago)
Kaffeetrinker müssen sich auf weiter steigende Preise einrichten: Nach Discountern und Supermärkten erhöht auch der Röster Tchibo die Kaffeepreise für seine Marken Tchibo und Eduscho. Vom 28. Februar an werde das Pfund Kaffee maximal 50 Cent teurer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Ebenso kündigte der Münchner Anbieter Dallmayr höhere Preise an. Begründet wurde die Anhebung mit dramatisch gestiegenen Notierungen an den Rohkaffeemärkten. Schuld sind aber auch Missernten und der gestiegene Nachfrage aus den Schwellenländern.
Das kann der Rohstoffexperte Leon Leschus vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) nur bestätigen: Von Januar 2010 bis Januar 2011 sei der vom HWWI gewichtete Kaffeepreis aus den Sorten Arabica und Robusta (in Euro) um 66 Prozent gestiegen. "Die Preissteigerung ist extrem."
Auch der Kaffee-Korbpreis der International Coffee Organization (ICO) in London hat im Januar den höchsten Wert seit September 1994 erreicht. Das dynamische Wachstum im weltweiten Kaffeeverbrauch, geringe Lagerbestände und die Ernte 2010/11 sprächen für weiter stabile Preise, schreibt die Organisation im Monatsbericht Januar.
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Aktuell beeinträchtige schlechtes Wetter etliche Kaffee-Exportländer. Die Ernte 2010/11 wird auf knapp 135 Millionen Sack geschätzt, ein Zuwachs von 9,5 Prozent. Der Export 2010 ist laut ICO um 1,4 Prozent auf 97,5 Millionen Sack gestiegen. Im wichtigsten Anbau- und Exportland Brasilien dürfte aufgrund des Erntezyklus die kommende Arabica-Ernte aber deutlich schwächer ausfallen.
Diese hochwertige Kaffee-Sorte, die von Tchibo ausschließlich bezogen und verarbeitet wird, sei bereits so teuer wie zuletzt vor 14 Jahren, teilte das Unternehmen mit. Bei der Marke Eduscho liege die Preiserhöhung je nach Sorte zwischen 20 bis 50 Cent, sagte eine Sprecherin. Tchibo hatte wegen des Rohstoffkostenschubs bereits im Dezember 2010 das Pfund Kaffee um 50 Cent verteuert. Ende Januar 2011 gab es dann eine größere Preisrunde im Handel: Aldi, Rewe und Edeka hatten den Einstiegspreis für 500 Gramm gemahlenen Röstkaffee um 50 Cent angehoben.
"Wir erleben seit dem zweiten Quartal 2010 eine Rallye bei Rohkaffees, die zumindest im letzten Jahrzehnt ohne Beispiel ist", berichtete Johannes Dengler aus der Geschäftsleitung der Alois Dallmayr Kaffee oHG. "Alle sinnvollen Möglichkeiten, Kosten einzusparen, sind bereits langem ausgereizt." Auf die Beimischung von Robusta-Bohnen will das Unternehmen verzichten und weiterhin nur Hochland-Arabicas einsetzen. "Diese Haltung hat aber ihren Preis: Wir müssen daher unsere Abgabepreise von Röstkaffee erhöhen." Den Umfang der Erhöhung bezifferte das Unternehmen nicht. Andere Kaffeeanbieter wie Jacobs und Melitta wollten sich am Montag nicht zu ihrer Preispolitik äußern.
Die Aufwärtsentwicklung an den Rohkaffeemärkten wird von Spekulanten und Ernteerwartungen getrieben. Aber auch die steigende Nachfrage nach den Bohnen aus aufstrebenden Wirtschaftsnationen verknappt das Angebot. "In China wird es hipper, Kaffee zu trinken", meinte der HWWI-Experte. Und ebenso in Brasilien: Wirtschaftswachstum, höhere Einkommen und geringere Arbeitslosigkeit seien Faktoren, die den inländischen Konsum stärkten, schreibt die ICO.
In Deutschland ist Kaffee ist nach wie vor das Lieblingsgetränk. Nach früheren Angaben des Deutschen Kaffeeverbands werden durchschnittlich 150 Liter Kaffee im Jahr getrunken. Damit ist das Getränk beliebter als Mineralwasser (131 Liter) und Bier (102 Liter).
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Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Barista schrieb:
am 28. März 2012 um 12:58:13
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Kaffeepreise
Also, wenn der steigende Kaffeepreis daraus resultieren würde, das der Kaffeebauer das bekommt, was er eigentlich für seine
Arbeit bekommen sollte, dann bin ich der Meinung, sollte der Kaffeepreis noch weiter steigen. In den Anbauländern verdienen einige Bauern noch viel zu wenig. Außerdem würde es die Qualitätsstandarts anheben. Es wird von den Großen Röstern einfach noch viel zu viel Müll verkauft. Wer einmal richtig guten Kaffee getrunken hat, weiß wovon ich spreche.
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Nasowas schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 03:58:35
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Kaffee
Wo führt uns das noch hin? Alles wird teuerer, immer mehr Menschen hier zu Lande verlieren ihre Arbeit, die Reg. dreht sich im Kreis
bei der Lohnangleichung der Leiharbeiter, Leute es ist Zeit, auf die Strasse zu gehen um denen in Berlin zu zeigen dass das Mass nun endlich voll ist. Dazu die PKW Maut um Griechenland zu retten. Wer rettet uns wenn wir pleite gehen vor lauter Geldverpulverung unserer Dummköpfe an der Macht?
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Chris schrieb:
am 10. März 2011 um 13:06:24
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Kaffee wird teurer
Hurra, dann wird das viertel Pfund bald wieder so teuer wie zu Zeiten der DDR (kam 8,75 Mark der DDR). Wäre nix Neues
für mich. Von schwarzem Tee wird man auch munter. Also kann ich ohne weiteres sagen: Dann trinke ich nur noch zu hohen Staats- und Kirchenfeuertagen Kaffee. Wenn das Geld wenigstens bei den Leuten, die Kaffee anbauen und pflücken ankommen würde, wäre es gut. Ist aber nicht so. Gelle?
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