22.03.2011, 10:20 Uhr | t-online.de/business, sia
Viele Deutsche sind ständig auf der Suche nach dem perfekten Job. (Foto: imago)
Die Deutschen - ein Volk von Jobhoppern? Das vielleicht nicht, aber ein Großteil der Beschäftigten hierzulande findet seine derzeitige Arbeitsstelle offensichtlich nicht ideal, würde sofort wechseln - und scheut auch nicht davor zurück, am aktuellen Arbeitsplatz über einen neuen Job zu verhandeln. Das zumindest hat eine Umfrage des Karriereportals JobScout24 ergeben.
Demnach sind die meisten Arbeitnehmer in Deutschland aufgeschlossen für Job-Alternativen. "Wenn der Headhunter zweimal klingelt: Wie reagieren Sie?" - auf diese Frage gaben knapp 82 Prozent der mehr als 1400 Befragten an, derzeit durchaus bereit zu sein, den Job zu wechseln. Satte 76 Prozent würden sogar beim Anruf eines Headhunters direkt am Arbeitsplatz die wichtigsten Informationen erfragen. Lediglich 5,8 Prozent würden das Gespräch demnach auf einen anderen Termin verschieben, um ungestört verhandeln zu können.
Bereits im Juni 2009, mitten in der Wirtschaftskrise, hatte JobScout24 die Nutzer gefragt, wie aufgeschlossen sie für neue Jobangebote wären. Schon zu diesem Zeitpunkt war der Anteil der Teilnehmer, die bereit waren, eine neue Stelle anzunehmen, mit 80,6 Prozent sehr hoch. Doch wegen der Wirtschaftsflaute und der damit verbundenen Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, erklärten immerhin 29,16 Prozent, sie würden dieses Gespräch nicht im Büro führen.
Sowohl 2009 als auch jetzt liegt der Anteil der Umfrageteilnehmer, die mit ihrem Job so zufrieden sind, dass sie Headhunter-Anfragen gleich ablehnen würden, bei zehn Prozent. Ähnlich verhält es sich mit den "Sicherheitsdenkern": Sowohl während der Krise als auch im Aufschwung halten rund zehn Prozent der Befragten einen Jobwechsel für zu riskant.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kam kürzlich auch eine internationale Umfrage des Karriereportals StepStone: Demnach sind zwei Drittel der neu eingestellten Mitarbeiter in Deutschland weiterhin offen für neue Jobangebote. Während 15 Prozent der neu Beschäftigten sich weiterhin aktiv nach attraktiven Stellenangeboten umsehen, hält sogar mehr als die Hälfte (56 Prozent) passiv Ausschau nach Stellenanzeigen. Das heißt, sie lassen sich Stellenangebote regelmäßig per E-Mail oder Newsletter zuschicken, ohne selbst nach neuen Stellen zu suchen.
Fast die Hälfte der europäischen Kandidaten geht laut StepStone während der Arbeitszeit auf Stellensuche und bewirbt sich auch vom Arbeitsplatz aus. In Deutschland beschäftigen sich nahezu 35 Prozent im Büro mit der Jobsuche, 31 Prozent bewerben sich auch von dort aus.
Quelle: T-Online
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