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Karstadt-Beschäftigte verzichten auf 150 Millionen Euro

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Karstadt-Beschäftigte verzichten auf 150 Millionen Euro

09.11.2009, 19:40 Uhr | dpa

Karstadt-Beschäftigte verzichten auf 150 Millionen Euro (Foto: dpa) Karstadt-Beschäftigte verzichten auf 150 Millionen Euro (Foto: dpa)Mit dem Verzicht auf insgesamt 150 Millionen Euro haben die Karstadt-Beschäftigten die Weichen für eine Rettung der insolventen Warenhauskette gestellt. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane bezifferte am Samstag den Beitrag der rund 28.000 Karstadt-Mitarbeiter auf 50 Millionen Euro jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren.

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Verzicht auf Teile des Weihnachts- und Urlaubsgelds

Das Geld werde zunächst auf ein Treuhandkonto gelegt, solange das Unternehmen in der Insolvenz sei. Verzichten müssen die Karstadt- Mitarbeiter auf Teile ihres Weihnachts- und Urlaubsgelds sowie auf tarifliche Vorsorgeleistungen. "Das ist der Beitrag der Beschäftigten für die Sanierung des Unternehmens", sagte Mönig-Raane. Der Einigung mit dem Insolvenzverwalter auf Eckpunkte für einen Sanierungsplan muss die Tarifkommission der Gewerkschaft am Montag noch zustimmen.



17 Häuser auf der Streichliste

Unklar sei derzeit noch, wie viele der 126 Waren- und Sporthäuser geschlossen werden müssten, sagte der Warenhaus-Beauftragte des Insolvenzverwalters, Rolf Weidmann. 17 nicht genannte Häuser stehen derzeit noch auf der Streichliste. Ursprünglich hatte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg 19 Häuser zur Disposition gestellt. Mönig-Raane zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Zahl von 17 zu schließenden Häusern nicht erreicht werde. Falls alle 17 Häuser geschlossen würden, wäre eine vierstellige Zahl von Mitarbeitern betroffen, sagte die Gewerkschafterin.



Sanierungs-Beiträge der Vermieter

Weitere Sanierungs-Beiträge fordert Insolvenzverwalter Görg nun von den Vermietern, Dienstleistern und Lieferanten des Warenhausunternehmens. Ein kurzfristiges Ergebnis sei bei diesen Gesprächen jedoch nicht zu erwarten. Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" ist das Immobilien-Konsortium Highstreet, das zuletzt Mieteinnahmen von rund 277 Millionen Euro von Karstadt erhielt, zu Zugeständnissen bereit. Dazu gehört dem Bericht zufolge etwa der Verzicht auf starre Mietsteigerungsklauseln. Der Beauftragte des Insolvenzverwalters wollte den Bericht nicht bestätigen.

Karstadt-Gläubigerversammlung am Dienstag

Bei der Karstadt-Gläubigerversammlung am kommenden Dienstag soll über einen Insolvenzplan beraten werden. Ziel sei es weiterhin, das Warenhaus-Unternehmen als Ganzes zu erhalten und dafür einen Investor zu finden, kündigte Weidmann an. Derzeit würden bereits Gespräche mit möglichen Interessenten geführt.

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Quelle: dpa , t-online.de

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