03.09.2010, 14:13 Uhr | AFP, dpa-AFX, dpa
Karstadt: Der Kaufvertrag mit Investor Nicolas Berggruen kann in Kraft treten (Foto: ddp)
Die rund 25.000 Karstadt-Beschäftigten können aufatmen: Der Weg für eine Rettung der insolventen Warenhauskette ist frei. Der Kaufvertrag mit Investor Nicolas Berggruen kann in Kraft treten, nachdem die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet den von Berggruen geforderten Mietsenkungen zugestimmt haben.
Nach der grundsätzlichen Einigung am Donnerstag hatten lediglich noch einige Unterschriften gefehlt, sie seien inzwischen aber geleistet, teilte Highstreet am Freitag mit. Das Essener Amtsgericht hat inzwischen den Insolvenzplan für die Karstadt-Rettung absegnet. Jetzt besteht nur noch eine 14-tägige Beschwerdefrist, in der mögliche Verfahrensfehler beanstandet werden können.
Am 1. Oktober soll dann Berggruen die Schlüsselgewalt für die Karstadt Warenhaus GmbH mit 120 Filialen und rund 25.000 Beschäftigten erhalten. Damit endet das monatelange Tauziehen um Karstadt. Der neue Eigentümer Nicolas Berggruen will alle 120 Filialen erhalten und 70 Millionen Euro eigenes Kapital in investieren. Die Marke Karstadt soll verjüngt und modischer werden. Es wird damit gerechnet, dass der 48 Jahre alte Finanzier in Kürze Details zu seinem Konzept vorlegt.
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Berggruen hat sich derweil optimistisch für die Zukunft der Warenhauskette geäußert. "Karstadt steht. Karstadt wird jetzt, glaube ich, ein sehr aufregendes Leben haben", sagte Berggruen am Freitag im Karstadt-Haus am Kurfürstendamm in Berlin. "Ich bin irrsinnig glücklich, dass ich dabei bin."
Auch mit Berggruens Einstieg steht Karstadt nach Einschätzung von Branchenkenners aber eine ungewisse Zukunft bevor. Das Kaufhaus-Konzept für Innenstädte gilt als überholt, für die gesamte Warenhaus-Branche rechnen Experten in den kommenden Jahren allenfalls mit einer Stagnation. Entscheidend dürfte daher Berggruens Maßnahmen zur Neuausrichtung der Kette sein.
Quelle: dpa , AFP , dpa-AFX
VWL-Ranitzki schrieb:
am 4. September 2010 um 01:33:25
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Karstadt-Rettung
Aufgrund der demoskopischen Entwicklung in D könnte Karstadt doch eine Chance haben. Die ersten Jahre werden wahrscheinlich
zweistellige Millionenverluste einfahren.
Die Kunst wird sein die Tradition eines Universalwarenhauses mit neuen Ideen & Impulsen zu versehen. Lukrativ ist eigentlich nur der Textilbereich, aber die bisher angebotenen Eigenmarken waren viel zu bieder.
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Linus schrieb:
am 3. September 2010 um 17:30:28
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Karstadt
Karstadt wird es wie Woolworth ergehen. Mit Trading-up verschreckt es ältere Kunden und die jungen Kunden werden nicht zu Karstadt
gehen. Aus meiner Sicht hat das Kaufhaus , alles unter einem Dach keine Zukunft.
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ursus schrieb:
am 3. September 2010 um 17:29:06
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Karstadt gerettet
Na wunderbar, da werden die 25000 Mitarbeiter aber aufatmen. Ich wünsche Karstadt viel Erfolg für die Zukunft.
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