03.09.2010, 08:52 Uhr | AFP, dpa-AFX, apn
Die Gläubiger haben den Weg zur Rettung von Karstadt durch Nicolas Berggruen freigemacht (Foto: ddp)
Im zähen Ringen um Karstadt sind die letzten Hürden aus dem Weg geräumt. Sämtliche Investoren des Vermieter-Konsortiums Highstreet stimmten am frühen Freitag-Abend laut der Nachrichtenagentur AFP den von Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen geforderten Mietnachlässen grundsätzlich zu. Offen seien nun nur noch die Unterschriften unter die entsprechenden Verträge. Zuvor hatte bereits die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, auch die bisher zögernden Mezzanine-Gläubiger haben dem Plan endlich zugestimmt.
Ein Highstreet-Sprecher bestätigte ferner der Nachrichtenagentur DAPD, die Investoren des Vermieterkonsortiums Highstreet hätten den vom Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen geforderten Mietsenkungen am Donnerstag in London grundsätzlich zugestimmt. Auch hier hieß es, am Donnerstag habe sich bei den sogenannten Mezzanine-Gläubigern eine grundsätzliche Einigung über die Mietsenkungen abgezeichnet, wie aus Kreisen der Beteiligten zu erfahren war. Der Highstreet-Sprecher Richard Speich sagte: "Es gibt noch keine finale Zustimmung." Es sei noch "Papierarbeit" zu leisten. Danach wäre der Weg für die Rettung der Warenhauskette mit rund 25.000 Beschäftigten durch Berggruen aber frei.
Das Bangen der rund 25.000 Karstadt-Mitarbeiter hat somit wohl ein Ende. Nach der Zustimmung auch der zweiten Gläubigergruppe können die Mietverträge zwischen Berggruen und Highstreet unterzeichnet werden. Die dafür vereinbarte Frist endet am Donnerstag um Mitternacht. Damit wäre die letzte noch offene Bedingung für den Vollzug des Kaufvertrags mit Berggruen erfüllt und das Essener Amtsgericht könnte am Freitag grünes Licht für den Insolvenzplan geben.
Anderenfalls droht Karstadt die Zerschlagung. Für diesen Fall hat Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg einen Plan B. Auf einer Gläubigerausschusssitzung am Donnerstagabend wolle er daher ein Liquidationsszenario vorstellen, sagte sein Sprecher Thomas Schulz und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland".
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Demnach wurde die Präsentation des Szenarios mit der Einladung an die Ausschussmitglieder versandt. Der Plan sehe vor, dass die Karstadt-Sport- und Premiumhäuser bis Jahresende verkauft und alle anderen Filialen bis Ende Februar 2011 geräumt werden. Die Sitzung des Gläubigerausschusses in der Essener Hauptverwaltung hat mittlerweile begonnen.
Quelle: AFP , dpa-AFX , dapd
ax56 schrieb:
am 3. September 2010 um 09:12:09
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ausbeutung
Die bisherigen Eigentümer und das Top-Management haben ihre Milchkuh Karstadt krank gemolken.Banken und Investoren haben eine
unrühmliche Rolle gespielt.Die Gier und selbstbereicherung spielte hier die erste Rolle ! Sie haben das Unternehmen Karstadt ausgelaugt. Außerdem ist Karstadt für den Markt wichtig ! Giganten wie Metro und Konsorten sind zu mächtig.Die Monopolisierung schreite leider voran. Wo bleibt das Kartellamt.Wenige Anbieter könnten sich ja mal "Treffen" uns sich "einigen".
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Beobachter schrieb:
am 3. September 2010 um 08:04:36
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Glauben
Ich glaube nicht, dass sich das Unternehmen hält noch an den angeblichen Gutmenschen Berggruen. Ein Unternehmen, was so pleite ist,
überaltert, auch durch Winkelzüge der Banker in Verruf gekommen ist nicht rettbar ohne Einschnitte u. die werden kommen in allzu kurzer Zeit.
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an Inge schrieb:
am 3. September 2010 um 06:57:17
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Karstadt
Bei solchen Kunden muss jede Firma schließen. Typisches "ICH-Verhalten"
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