22.07.2011, 08:01 Uhr | dpa-AFX
Karstadt kämpft sich aus der Krise (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der seit Jahresbeginn amtierende Karstadt-Chef Andrew Jennings will mit der Essener Warenhauskette auf Expansionskurs gehen. Vor allem bei den Premium- und Sporthäusern sei man auf der Suche nach geeigneten Immobilien, sagte Jennings in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Grundsätzlich möglich sei auch eine Expansion ins Ausland. Karstadt betreibt derzeit 115 Häuser, davon drei sogenannte Premium-Häuser, 26 Sporthäuser und 86 Warenhäuser.
Vor allem bei den Sporthäusern seien Neueröffnungen geplant: "Wir suchen bereits nach geeigneten Objekten. Geplant ist die Eröffnung von acht bis zehn neuen Sporthäusern in den nächsten drei bis vier Jahren." so Jennings. Im Oktober vergangenen Jahres war das damals insolvente Warenhausunternehmen von dem Investor Nicolas Berggruen übernommen worden.
Der britische Manager Jennings, der seit Jahresbeginn an der Karstadt-Spitze steht, gilt als erfahrener Sanierungsexperte. Er hatte bis Ende 2009 bei Woolworth Südafrika Erfahrung bei der Restrukturierung einer Kette mit 400 Warenhäusern gesammelt. Jennings war auf Thomas Fox gefolgt, der in der Insolvenzphase im Sommer 2009 als Sanierer den Chefposten übernommen hatte.
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Auf die Frage, ob bei Karstadt auch Schließungen von Filialen infrage kämen, sagte Jennings: "Wir haben dazu keine Pläne. Am Ende entscheidet allein der Kunde, ob unser Konzept erfolgreich ist oder nicht." Weiterer Schwerpunkt neben den Neueröffnungen sei die Modernisierung der Filialen: "In diesem Jahr werden wir bis Ende September 22 Filialen modernisiert haben." In den nächsten vier Jahren wolle das Unternehmen rund 400 Millionen Euro in die Modernisierung von etwa 60 Filialen investieren, sagte Jennings. Auf die Frage, was passiere, wenn das Geld dafür nicht reiche, erklärte der Manager: "Diese Frage stellt sich überhaupt nicht."
Als einschneidendes Erlebnis bezeichnete der international erfahrene Handelsmanager einen Besuch im Karstadt-Warenhaus in Recklinghausen kurz nach seinem Amtsantritt. "Ich ging hinein und sagte ,Wow' - was für ein Potenzial und was für eine große Herausforderung", erklärte Jennings. Es gehe darum, solche Filialen wieder zum Leben zu erwecken.
Parallel zur Modernisierung werde aber auch das Geschäft im Internet ausgebaut: "Im Moment ist der Umsatzanteil noch klein, aber er wird deutlich wachsen. In einigen Jahren rechnen wir mit einem Anteil von acht bis zehn Prozent." Zusätzlich wolle das Unternehmen Geschäftsprozesse vereinfachen. Ziel sei, dass die Verkäufer künftig mehr Zeit für ihre Kunden hätten.
Karstadt hatte im Oktober mit dem Einstieg des Investors Nicolas Berggruen einen Neustart hingelegt. Berggruen übernahm Karstadt nach einer monatelangen Zitterpartie. Das Unternehmen mit damals 120 Waren- und Sporthäusern hatte im Sommer 2009 zusammen mit der Mutter Arcandor Insolvenz anmelden müssen.
Quelle: dpa-AFX
VWL-Ranitzki schrieb:
am 22. Juli 2011 um 19:26:10
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Neuausrichtung von Karstadt
Expansion mit Sporthäusern? Echt lachhaft, Karstadt muss sich da eher noch mehr "gesundschrumpfen".
Der lukrative Golfboom ist schon lange vorbei, ebenso der Trend zu Inline Skating & Nordic Walking, siehe Konkurrent Sportarena. Auch der Markt für (unrecyclebare) Funktionsbekleidung ist schon gesättigt. Jeder Zweite rennt bereits mit einer "Jack Wolfskin"-, "Salewa-" oder "The North Face"-Jacke rum.
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Ehemalige schrieb:
am 22. Juli 2011 um 19:10:09
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karstadt
Ich bin auch eine ältere ehemalige Mitarbeiterin, mir wurde für meine fast 20 Jahre eine Abfindung fest zugesichert,
schriftlich-dann wurde schnell Insolvenz
eingereicht. Ich habe bis heute keinen Cent gesehen, angeblich haben alle Gläubiger auf ihr Geld verzichtet. Das wüßte ich aber, hab mehrfach geschrieben, kam nicht mal ne Antwort. Auch von der versprochenen Spende von den Millionen,die der Herr Eick bekommen hat, ist keine Rede mehr.
Lt. meinen Kollegen wurschteln die immer weiter so
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Syros schrieb:
am 22. Juli 2011 um 13:15:44
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Karstadt plant neue Sporthäuser
Hauptsache keine Abfindungen zahlen, aber Hauptsache die Schröderschlampe ist im Aufsichtsrat.
Hoffentlich
brennen bald die Porsche und Geländewagen in diesem Lande..
Wacht auf und jagdt dieses Kapitalisten Gesindel samt seiner Helfershelfer ( alle jetzt regierenden Politiker ) aus dem Lande.....
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