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Karstadt will bis Ende April einen Investor finden

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Karstadt soll bis Ende April verkauft werden

15.03.2010, 16:47 Uhr | dpa-AFX

Sanierungskonzept für Karstadt steht (Foto: imago) (Quelle: imago)Sanierungskonzept für Karstadt steht (Foto: imago)Hoffnung für die ums Überleben kämpfende Warenhauskette Karstadt: Das Unternehmen mit 120 Filialen und rund 26.000 Beschäftigten soll bis Ende April an einen Investor verkauft werden. Mit mehreren "namhaften Interessenten" würden "sehr konstruktive" Gespräche geführt, teilte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg in Essen mit. Görg hatte angekündigt, die Warenhauskette nur als Ganzes verkaufen zu wollen.

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Insolvenzplan für Karstadt eingereicht

Die Zukunft des Unternehmens soll mit einem Insolvenzplan gesichert werden, der am Montag beim Essener Amtsgericht vorgelegt wurde. "Die Regelungen des Insolvenzplans dienen der Fortführung der Karstadt Warenhaus GmbH", sagte Insolvenzverwalter Görg laut einer Mitteilung.

Karstadt soll Schuldenfrei werden

Die Karstadt-Gläubiger müssen dem Insolvenzplan noch bei einer Versammlung Mitte April zustimmen. Zu einem Abschluss des Insolvenzverfahrens könne es noch in diesem Jahr kommen, sagte ein Sprecher. Durch das Verfahren soll die Warenhauskette weitgehend schuldenfrei werden. "Damit schaffen wir die Voraussetzungen für eine leistungswirtschaftliche, nachhaltige Sanierung durch einen Investor, der an die Existenzberechtigung von zwei Warenhausketten im deutschen Markt glaubt und sich dieser unternehmerischen Herausforderung stellt", hieß es in der Erklärung des Insolvenzverwalters.

13 Filialen sollen geschlossen werden

Für den Insolvenzplan hatten zuvor Vermieter, Beschäftigte sowie Logistik- und IT-Dienstleister und der Pensionssicherungsverein Sanierungsbeiträge zugesagt. Die zugesagte Summe liege bei einem "mittleren dreistelligen Millionenbetrag", hieß es. 13 Filialen sollen geschlossen werden.

Gläubiger sollen auf Forderungen verzichten

Tiefe Einschnitte drohen auch den Karstadt Gläubigern. Sie sollen auf einen Großteil ihrer angemeldeten Forderungen von insgesamt 2,7 Milliarden Euro verzichten. Der nun vorgelegte Insolvenzplan sieht für sie nur eine fixe Quote von drei Prozent vor. "Die Sanierungsbeiträge geben den Gläubigern vor allem die Aussicht, weiter für und bei Karstadt zu arbeiten", so der Insolvenzverwalter.

Gläubiger hatten keine Hoffnung bei Quelle

Bei der Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor und der zweiten Arcandor-Tochter Quelle hatte die Quote nur jeweils bei etwa einem Prozent gelegen. Im Gegensatz zu Karstadt hatten sich die Gläubiger bei Arcandor und Quelle gegen eine Fortführung der Unternehmen entschieden.



Quelle: dpa-AFX

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