20.04.2010, 11:43 Uhr
Nach dem gescheiterten Kauf des Autobauers Opel steht dem Zulieferer Magna einem Pressebericht zufolge eine weitere Niederlage bevor. Das Bundeskartellamt werde eine Übernahme der Karmann-Dachsparte durch Magna Car Top Systems (CTS) ablehnen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Branchenkreise.
Eine vorläufige Entscheidung durch die Marktwächter solle kommende Woche fallen, der endgültige Bescheid werde für Ende Mai erwartet. Mit der Entscheidung verhindere das Kartellamt die Bildung eines Duopols auf dem Markt für Cabriodächer, heißt es. Die Anbieter Webasto-Edscha und Karmann/CTS hätten 90 Prozent des Marktes abgedeckt.
Die Karmann-Dachsparte beschäftigt derzeit 362 Beschäftigte in Polen, 359 in Osnabrück und hat 2009 einen Umsatz von 160 Millionen Euro in Europa erzielt. Derzeit lassen Hersteller wie Renault, Mercedes oder BMW Cabrioverdecke für ihre Modelle Mégane, E-Klasse oder Mini bei Karmann bauen. Volkswagen hat zu Jahresbeginn Anlagen und Geräte von Karmann für gut 40 Millionen Euro übernommen. Allerdings entschied sich der Wolfsburger Automobilkonzern gegen den Erwerb der Dachsparte, obwohl VW ab 2011 die Fertigung des Golf Cabrio bei Karmann plant.
Quelle: dpa , t-online.de
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