25.05.2011, 15:57 Uhr | dpa-AFX
Eine der wenigen freien Tankstellen im Land - hier im Bonner Großraum (Foto: ddp)
Das Bundeskartellamt will laut Medieninformationen die Zügel bei den Ölkonzernen gehörig anziehen: Die Marktführer Aral, Esso, Jet, Shell und Total sollen Tankstellen künftig nur noch in Ausnahmefällen aufkaufen dürfen, berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf den Untersuchungsbericht der Bonner Wettbewerbsbehörde zur Preisbildung an den rund 15.000 Tankstellen in Deutschland.
Das Bundeskartellamt wollte sich zu dem Zeitungsbericht auf Anfrage nicht äußern. Ein Sprecher verwies auf die in Kürze stattfindende Pressekonferenz seines Hauses, auf der der Untersuchungsbericht vorgestellt werden soll.
Neu ist der Plan einer solchen verschärften Fusionskontrolle nicht. Bereits im Zwischenbericht der "Sektoruntersuchung Kraftstoffe" aus dem Sommer 2009 heißt es: "Aufgrund der ausgeprägten oligopolistischen Marktstrukturen ist es erforderlich, einen weiteren Konzentrationsprozess im Kraftstoffsektor durch restriktive Zusammenschlusskontrolle aufzuhalten."
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Seitdem hat das Bundeskartellamt Zusammenschlüsse im Tankstellenbereich untersagt oder nur unter bestimmten Bedingungen freigegeben. In einem Fall unterlag die Bonner Behörde mit ihrem Standpunkt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Diese Rechtssache liegt nun dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vor.
Laut "Bild" prüft das Bundeskartellamt außerdem die Einleitung von Verfahren wegen Wettbewerbsbeschränkungen. Dabei gehe es unter anderem um "unzulässige Preisbindungen", mit denen die Multis die Preise an freien Tankstellen "direkt bestimmen oder indirekt beeinflussen".
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Weiter wollen die Bonner Kartellwächter laut dem Bericht gegen die Abschottung der Kraftstoffmärkte durch Vertragsnetze und übermäßig lange Vertragslaufzeiten vorgehen. Ein namentlich nicht genannter Ölkonzern solle außerdem gezwungen werden, den Kauf von mehr als 15 Tankstellen rückgängig zu machen.
Um deutlich niedrigere Preise durchzusetzen, ist nach Ansicht des Kartellamts aber der Gesetzgeber gefordert: Dieser könne die Verbraucher etwa dadurch schützen, dass Preiserhöhungen wie in Australien einen Tag vorher angekündigt werden müssten und "für 24 Stunden fest sind".
Das Bundeskartellamt hatte von 2007 bis 2010 die Preisbewegungen an jeweils 100 Tankstellen in vier deutschen Großstädten (Hamburg, Köln, Leipzig, München) erfasst und ausgewertet. Fazit: Die Preise an den Zapfsäulen waren regelmäßig höher "als es nötig wäre", zitiert "Bild" aus dem Bericht des Amtes.
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Quelle: t-online.de , dpa-AFX
donner schrieb:
am 25. Mai 2011 um 21:13:42
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Kartellamt
Was die festgestellt haben ist nichts neues. Wer das alles beaobachtet hat weis, fängt einer an zieht der nächste nach. ABLESEN
IST ERLAUBT. So läuft das. Billiger wird der Sprit deshalb noch lange nicht. Dire Kurzzeitige "Delle" beim Spritpreis wird gerade wieder ausgebügelt. Last Euch nicht verarschen.
Da wird sich NICHTS ÄNDERN. Angi braucht Geld für Giechenland und Andere. Und wer hat das ???
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JG schrieb:
am 25. Mai 2011 um 19:59:57
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Abzocker
... den Rest Teilen sich Ölmultis, Logistik und Mineralölgesellschaften. Schon mal dran gedacht, das dies alles ein Konzern ist.
Bsp.: Exxon, eigene Ölquelle, eigene Pipeline, eigenen Tanker, eigene Raffinerien, eigenen Transporter und eigenen Tankstelle. Und dann erzählen die was von, "die müssen das Öl teuer einkaufen". Hallo?
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GBTate schrieb:
am 25. Mai 2011 um 19:48:48
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Abzocker
Die Meldung ist eine Lachnummer. Bei 1,60 €/l gegen gut 1,00 € an den Staat. Den Rest teilen sich Ölproduzenten, Logistik,
Mineralölgesellschaften, Tankstellen.
Man muss es den Deutschen lassen: Sie sind völlig lernresistent. Schließlich werden die Steuern ja für einen guten Zweck verwendet. Na ja, vielleicht zu 70 %. Und der Rest? ...............
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