21.10.2010, 13:51 Uhr | dpa, AFP, dapd
Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Für die Rettung der insolventen Warenhaus-Kette Karstadt wird Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg mehr als 27 Millionen Euro erhalten. Festgelegt hat diese Summe das Amtsgericht Essen. Die Nachricht an sich ist nicht neu, denn wegen seines Millionen-Salärs steht der Krisenmanager bereits seit einem Jahr unter Beschuss.
Schuld daran ist das deutsche Insolvenzrecht, nach dem sich der Vergütungsanspruch eines Insolvenzverwalters nach dem Wert des vorhandenen Vermögens am Ende des Verfahrens richtet. Nach der "Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung" erhält der Verwalter von den ersten 25.000 Euro 40 Prozent. Danach sinkt der Anteil aber rasch.
Bei Summen über 50 Millionen Euro stehen ihm nur noch 0,5 Prozent zu. Allein aufgrund dieser Berechnung hätte Görg Anspruch auf 5,4 Millionen Euro. Doch sind erhebliche Zuschläge möglich, wenn das Insolvenzverfahren für den Verwalter überdurchschnittlich aufwendig ist. Und Görg hatte bei Karstadt einiges zu tun.
Gemanagt werden mussten 120 Warenhäuser mit 25.000 Mitarbeitern, von denen 13 Filialen geschlossen wurden. Auf der Tagesordnung standen Verhandlungen mit tausenden Gläubigern und die Suche nach einem Käufer, der am Ende mit Nicolas Berggruen gefunden wurde. All diese Faktoren führen im Fall Karstadt zu der Vervielfachung des Honorars auf die mehr als 27 Millionen Euro. Nach den Worten von Görgs Sprecher Thomas Schulz hätte die Entlohnung sogar noch deutlich höher ausfallen können. Die Insolvenzordnung hätte nach seinen Worten sogar ein Honorar von bis zu 50 Millionen Euro zugelassen.
Während der letzten Wochen ging der Insolvenzverwalter deshalb immer wieder in die Offensive. Zuletzt in einem Interview, in dem er die hohe Entlohnung verteidigte: "Es hat eine Fülle von Menschen unter enormer Anspannung und mit großer Verantwortung dafür gearbeitet und erhebliche Risiken in Kauf genommen. So ungerecht empfinde ich die Vergütung also nicht", sagte er.
Von dem Geld muss Görg sein umfangreiches Team bezahlen, mit dem er weiter an den verbleibenden Verfahren arbeitet. Auch nach der Aufhebung des Karstadt-Verfahrens bleibt Görg weiter Insolvenzverwalter für mehr als 40 Einzelgesellschaften des ehemaligen Arcandor-Konzerns. Als größere Verfahren gelten noch Quelle oder die Dachgesellschaft Arcandor.
Quelle: AFP , dapd , dpa , t-online.de
Sternenzivilisation schrieb:
am 7. Oktober 2010 um 19:48:55
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Wie immer
Wenn man das liest, wird mir klar, das die Menschheit langsam aber sicher aus dem Ruder gerät.
Zeit, das ein 400 km Asteroid das
Thema Menschheit schnell beendet................
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Sigi schrieb:
am 7. Oktober 2010 um 19:47:56
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Görg
Was hat diese BRD nur für ein Rechtssystem?
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KT schrieb:
am 7. Oktober 2010 um 19:45:03
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was ist nur los auf dieser Welt??????????????
Es gibt keinen Job auf Erden egal wie hart, egal wie viel Verantwortung, egal wieviel Stunden
in der Woche gearbeitet wird
der eine Vergütung in dieser Höhe rechtfertigt. Es gibt keinen, es gibt keinen und es gibt keinen.
Zur Sanierung aller Haushalte dieser Welt und zur Abschaffung von Hunger und Not auf dieser Welt darf keiner mehr als max. 10000.- Euro p. Monat als Salär erzielen. Verdienen !!!!! tut es eh keiner. Das restliche Kapital muss der Bekämfung der Not zugeführt werden.
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