17.12.2010, 14:51 Uhr | oca, AFP
Börse in Doha: Das Emirat Katar ist weiter an deutschen Unternehmen interessiert (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Anfang Dezember stieg Katar als Retter in der Not bei Hochtief ein. Außerdem sind die Scheichs bereits bei Volkswagen und Porsche beteiligt. Nun will das Emirat weitere Milliarden für Beteiligungen an deutschen Unternehmen investieren, sagte Katars Wirtschafts- und Finanzminister Youssef Hussein Kamal der "Financial Times Deutschland" (FTD). Vor allem in die IT-Branche und in den Mittelstand werde sich sein Land einkaufen. "Wir haben bereits Verhandlungen begonnen im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen", sagte Kamal. Namen möglicher Partner nannte er aber nicht. Laut der Zeitung schloss der Minister einen Einstieg beim deutschen Softwareriesen SAP nicht aus.
Katar war Anfang Dezember überraschend beim Baukonzern Hochtief eingestiegen. Das Emirat ist zudem Großaktionär bei Porsche. Die staatliche Katar Holding verfügt Schätzungen zufolge über rund 100 Milliarden Dollar Anlagekapital, wie die Zeitung berichtete.
Von einem Einstieg Katars bei weiteren deutschen Firmen würden beide Parteien profitieren, sagte Kamal der "FTD". "Bisher bedient die mittelständische Industrie vorwiegend den deutschen und europäischen Markt." Nun könnte sie ihren Kundenkreis erweitern. "Wir müssen alles importieren, auch die Baubranche. Das ist eine Chance für deutsche Unternehmen", sagte der Minister.
Der Öl- und Gasexporteur Katar will seine Wirtschaft für die Zeit umbauen, wenn die Rohstoffe versiegen. Angesichts der kleinen einheimischen Bevölkerung von nur rund 300.000 Menschen sieht die Herrscherfamilie Al Thani im IT- und Dienstleistungssektor die größten Zukunftschancen. "Uns interessieren Branchen, die sich auf unsere Wirtschaft auswirken", sagte Kamal der "FTD". "Es geht darum, etwas für die finanzielle Beteiligung zurückzubekommen, etwa Erfahrung im Management und in der Technologie."
Quelle: AFP
Hotzenplotz schrieb:
am 18. Dezember 2010 um 09:52:16
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Wirtschaftsgut
Auf alle Fälle gehen deutsche Werte ins Ausland und entziehen sich deutscher Verfügung.Wohin sie dann gehen ist ungewiß.Auf
alle Fälle wird auch der anteilige Gewinn nicht im deutschen Geldumlauf tätig.Verkauft nur alles an andere,die Quittung wird dann ein paar Jahre später ausgestellt. MfG
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Pedro I. schrieb:
am 17. Dezember 2010 um 17:00:30
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Investor Katar
Die deutschen Erfahrungen mit arabischen Investoren waren bisher nicht schlecht. Das Fleddern europäischer Unternehmen nach
US-Manier ist ihnen fremd. Siew lassen die Einheimischen machen und kassieren ohne viel Trara die Ausschüttungen.
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Banker schrieb:
am 17. Dezember 2010 um 15:52:55
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Katar
Katar ist als seriöser Investor bekannt. Dagegen sind die angloamerikanischen die reinsten Heuschrecken. Wenn dann noch mit Hilfe von
gierigen Anwälten nach US-Gesetzen die Firmen ausgesaugt werden (siehe SAP, Daimler-Chrysler, Siemens, BP) sollte jeder froh sein, Saudis oder Golfanrainer mit an Board zu haben!
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