29.08.2011, 11:35 Uhr | t-online.de, sia
Ab 50 kann die Jobsuche schwierig werden (Quelle: imago)
Für Ältere, die noch lange nicht zum alten Eisen gehören wollen, scheint sich die Lage gebessert zu haben: Nach einem Bericht der Bundesregierung sind immer mehr Menschen länger erwerbstätig. Durch den derzeitigen Fachkräftemangel dürften ihre Chancen, im Job bleiben zu können, weiter steigen. Wer sich jedoch mit über 50 eine neue Stelle suchen muss, den erwarten deutlich schlechtere Aussichten. Eine aktuelle Studie beleuchtet den Arbeitsmarkt für die Generation 50 plus und zeigt, dass die Unternehmen personalpolitisch noch stark umdenken müssen. Wir verraten, was Betroffene auch selbst tun können, um als Bewerber zu punkten.
Immer mehr Deutsche sind länger berufstätig, die Chancen auf eine Neueinstellung sind für Menschen über 50 jedoch nicht gestiegen. Das zeigt der aktuelle Altersübergangsreport des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung.
Demnach ist die Zahl der 50 bis 65-Jährigen, die neu eingestellt wurden, in den letzten Jahren nicht stetig gestiegen. Im Jahr 2009 lag sie aber mit über 850.000 Personen deutlich über dem Tiefpunkt im Jahr 2006, als nur etwa 600.000 Personen der Altersgruppe neu rekrutiert wurden.
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Ältere scheinen also auf den vorhandenen Arbeitsplätzen zu bleiben, bei der Vergabe neuer Stellen werden sie aber nach wie vor oft benachteiligt. "Anscheinend nehmen die meisten Betriebe die Alterung ihrer Belegschaft passiv hin, statt sich durch Arbeitsplatzgestaltung und Weiterbildung aktiv auf sie einzustellen", erläutert Martin Brussig, Leiter der IAQ-Forschungsabteilung Arbeitsmarkt Integration Mobilität.
Das bedeutet dem Experten zufolge aber auch, dass das Potenzial zur Ausweitung der Lebensarbeitszeit und der Arbeitskräfte noch nicht ausgeschöpft ist. "Allen Klagen über den Fachkräftemangel zum Trotz: Die Masse der Betriebe ist noch nicht im Boot", erklärt Brussig.
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Bezogen auf das Jahr 2009 war der Anteil Älterer an den Neueinstellungen mit 13 Prozent nur halb so hoch wie der Anteil der Altersgruppe ab 50 Jahren an den Beschäftigten insgesamt (26 Prozent). Der Rückgang der Neueinstellungen beginnt dem Report gemäß bereits beim Vergleich der 30- bis 45-Jährigen mit den 15- bis 30-Jährigen und setzt sich in den höheren Altersgruppen fort. Bei den 50-Jährigen sinkt die Zahl der Neueinstellungen mit jedem weiteren Lebensjahr.
Der Grund für diese Entwicklung: Laut IAB ist jeder siebte Betrieb grundsätzlich nicht zur Einstellung von Personen ab 50 Jahren bereit. Etwa jeder dritte knüpft an die Neueinstellung älterer Kollegen besondere Bedingungen, wie beispielsweise den Bezug von Eingliederungszuschüssen. Regelrechte Höchstaltersgrenzen für Neueinstellungen gibt es dem Report zufolge nicht nur bei vielen Beamtenlaufbahnen, sondern auch in Unternehmen.
Demnach haben es besonders ältere gering Qualifizierte schwer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Hoch Qualifizierte ab 50 profitieren nach Angaben des IAQ von stabilen Beschäftigungsverhältnissen, die dafür sorgen, dass sie sich seltener einen neuen Job suchen müssen. Doch auch aus dieser Gruppe werden im letzten Drittel der Erwerbsphase nur vergleichsweise wenige neu eingestellt.
Starke Unterschiede in der Personalpolitik machte das IAQ auch in den verschiedenen Branchen aus: Sehr viele Neueinstellungen älteren Personals gibt es demnach im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft, in Leiharbeitsfirmen sowie in eher gering qualifizierten Dienstleistungsbranchen. Im Öffentlichen Dienst oder im Verarbeitenden Gewerbe dagegen finden ältere Mitarbeiter selten eine neue Anstellung.
Tatsächlich hätten Ältere immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, sagt Karriereberater Heiko Lüdemann aus Stuttgart. Und es sei ein Fehler, wenn Bewerber "nicht den Mut haben, vorurteilsbehaftete Themen selber anzusprechen" und die Vorbehalte der Unternehmen aktiv zu entkräften. So könnten Ältere im Vorstellungsgespräch etwa argumentieren: "Sie denken jetzt vielleicht: Der ist ja schon 58 und will gar nicht mehr. Ich kann Ihnen aber sagen: Ich will."
Punkten haben Mitarbeiter der älteren Generation hingegen mit Erfahrung - wenn sie konkret angeben, was ihre Berufspraxis ausmacht. "Man kann zum Beispiel sagen: 'Ich habe gute Kontakte und kenne die Prozesse in der Branche sehr gut'", schlägt Lüdemann vor. Außerdem sollten Bewerber ein oder zwei Beispiele für Projekte angeben, für die sie verantwortlich waren, rät der Karriereprofi.
Auf keinen Fall müssen sich Bewerber für ihr Alter rechtfertigen - oder sich sogar dafür entschuldigen, zugunsten der Familie einige Jahre nicht gearbeitet zu haben. Das komme beim Personaler so an, als ob der Bewerber denkt: "Ich würde mich auch nicht einstellen", warnt Lüdemann. Ein souveräner Auftritt ohne falsche Bescheidenheit erhöht dagegen die Chancen, den gewünschten Job zu ergattern.
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Quelle: t-online.de
Urlauber schrieb:
am 26. August 2011 um 18:48:07
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Ruhestand
Ich habe fast 3000 Euro netto und mache jählich drei Flugreisen. Ich will noch mindestens bis Mitte 60 arbeiten und mich dann in
Thailand in den Ruhestand begeben. Mit der Rente die ich hier erwarte bin ich da ein König !
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Toni schrieb:
am 26. August 2011 um 18:21:58
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Generation 50 Plus
Wie Bernd am Anfang hier trefflich beschrieben hat,haben sich viele Arbeitgeber vor Jahren schon Ihrer älteren
Arbeitnehmer entledidigt. Das sollte man akzeptieren und nicht neidisch sein. Ich bin kein Beamter gewesen sondern einfacher Facharbeiter. Mit 55 Jahren wurde ich mit dicker Abfindung frühverrentet und bekomme trotz 18 Prozent Abzug mit 60 Jahren zusammen mit Betriebsrente monatlich 1700 Euro . Das reicht mir aus und ist für mich ein Grund, nicht mehr zu arbeiten.
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Herbert schrieb:
am 26. August 2011 um 18:06:11
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50 plus
Der Merkel-Abräum-Maschine interessiert die Meinung des Volkes allerdings wenig.
Merkel ist 6 Jahre Kanzlerin und mindestens seitdem
sinken in der Bundesrepublik die stetig die realen Nettolöhne bei stets steigenden Kosten und Inflationen. Keine Frage wer für diese Tragödie, welche immer mehr Menschen in Verschuldungsfallen führt, verantwortlich ist. Wir haben keine Zahlen, aber sind uns umsomehr einig, dass alljährlich auch zehntausende Deutsche so ihr Wohneigentum oder Erspartes verlieren. Dan
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