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KfW & IKB: Entlassene Manager wollen weiter Gehalt

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Entlassene Verlust-Banker wollen weiter Gehalt

27.03.2009, 07:35 Uhr | mmr

Drei geschasste Verlust-Banker wollen weiter Gehalt (Fotos: imago) Drei geschasste Verlust-Banker wollen weiter Gehalt (Fotos: imago) Drei wegen schwerer Fehler und Missmanagements entlassene Manager der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Mittelstandsbank IKB klagen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung auf Weiterzahlung ihrer Gehälter und Pensionen in Millionenhöhe. Wie das Blatt unter Berufung auf das Landgericht Frankfurt/Main berichtet, haben die beiden Ex-KfW-Vorstände Detlef Leinberger und Peter Fleischer, die wegen der 320-Millionen-Euro-Überweisungspanne an die insolvente US-Bank Lehman Brothers fristlos entlassen worden waren, sogenannte Feststellungsklagen erhoben. Sie wollen damit juristisch feststellen lassen, dass ihre Kündigungen unwirksam waren und ihre Vorstandsverträge mit je 466.000 Euro Gehalt weiter gelten.

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Ex-IKB-Chef will Millionen

Auch der frühere Vorstandsvorsitzende der finanziell angeschlagenen IKB, Stefan Ortseifen, geht "Bild" zufolge gegen seine Kündigung vor. Laut Landgericht Düsseldorf habe auch er eine Feststellungsklage eingereicht. Ortseifen soll für die Fast-Pleite der Düsseldorfer Bank verantwortlich sein, die nur mit zehn Milliarden Euro Staats- und Bankengarantien gerettet werden konnte. Wie die Zeitung weiter berichtet, verdiente er zuletzt 1,6 Millionen Euro im Jahr und hatte einen Pensionsanspruch von 378.000 Euro pro Jahr. Laut Vorstandsvertrag stünden ihm bei einer Kündigung bis zu 3 Millionen Euro Abfindung und danach die Pension bis zum Lebensende zu.


Ex-HRE-Chef klagt ebenfalls

Anfang des Monats war bereits bekanntgeworden, dass der entlassene Vorstandsvorsitzende des schwer angeschlagenen Immobilien-Finanzierers Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, die Bank auf Gehaltszahlungen in Höhe von 3,5 Millionen Euro verklagt hat. Ein Sturm der Entrüstung war die Folge.


KfW machte auch 2008 Milliarden-Verlust

Die "Financial Times Deutschland" schreibt unterdessen, die staatliche KfW habe auch im vergangenen Jahr einen hohen Verlust erlitten. Insgesamt sei ein Fehlbetrag von 2,7 Milliarden Euro verbucht worden, habe die Zeitung aus Finanzkreisen erfahren. Das vierte Quartal sei mit einem Minus von 900 Millionen Euro besonders schlecht ausgefallen. 2007 hatte die Bank des Bundes und der Länder sogar einen Verlust von 6,2 Milliarden Euro eingefahren. Damals wurde sie vor allem durch die Rettungsmaßnahmen zugunsten ihrer inzwischen verkauften Tochter IKB belastet.

Lehman-Überweisung kostete KfW 700 Millionen

Insgesamt habe die KfW 2008 gut zwei Milliarden Euro auf Wertpapiere sowie Derivate abschreiben müssen, hieß es. Allein eine Fehlüberweisung an die Pleite gegangene Bank Lehman Brothers sowie Engagements in Island kosteten die Staatsbank 700 Millionen Euro. Die KfW wollte die Zahlen nicht kommentieren. Die Bankengruppe legt heute (Freitag) in Frankfurt ihre Bilanz für das Jahr 2008 vor.

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Quelle: dpa , t-online.de

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