Staatsbank KfW - 320 Millionen bei Lehman-Brothers versenkt (Quelle: dpa) Die staatseigene KfW-Bank will sich offenbar einen Teil des Geldes aus der Lehman-Panne wieder holen. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) schreibt, zwei gefeuerte Ex-KfW-Vorstände müssten mit Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe rechnen. Wie es heißt, hat das Aufsichtsgremium der KfW am Donnerstag den Weg für Schadenersatzklagen freigemacht.
"Wir wollen Geld von den beiden Ex-Vorständen eintreiben", zitiert die Zeitung ein Mitglied des Aufsichtsgremiums. Darin sei man sich im Verwaltungsrat einig. Der Schaden solle in voller Höhe geltend gemacht werden, auch wenn man wisse, dass bei den beiden früheren KfW-Managern nicht so viel zu holen sei. Der Verwaltungsrat habe seinen Vorsitzenden, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), ermächtigt, gegen die beiden früheren Vorstände vorzugehen.
320 Millionen ins Nirwana überwiesen
Die KfW hatte im September 2008 unmittelbar nach der Pleite des US-Instituts Lehman Brothers noch 320 Millionen Euro an die amerikanische Investmentbank überwiesen. Das Geld ist vermutlich verloren. Dafür sollen nun die beiden früheren Manager Peter Fleischer und Detlef Leinberger haften, die wegen der Panne fristlos entlassen worden waren. Fleischer und Leinberger gehen ihrerseits gegen die KfW vor. Sie wehren sich vor Gericht gegen die fristlosen Kündigungen und weisen alle Vorwürfe wegen der Überweisungspanne zurück.