16.01.2012, 16:06 Uhr | dpa, dpa-AFX, t-online.de - sky
Neue Anzeichen für die Kreditklemme in der Schuldenkrise: Kleineren europäischen Banken droht laut "Wall Street Journal Europe" ein Liquiditätsengpass. Denn die Banken der Eurozone erhalten von institutionellen Anlegern, anderen Banken oder der Europäischen Zentralbank (EZB) nur noch gegen hochwertige Sicherheiten Geld.
Diese Garantien könnten den kleinen Banken in Einzelfällen ausgehen. Ähnlich war es jüngst der belgisch-französischen Bank Dexia ergangen, welche daraufhin von den Regierungen beider Länder gerettet wurde.
Diese Problematik ist dem Bericht zufolge auch der EZB bekannt. Die Notenbank reagierte Anfang Dezember. EZB-Chef Mario Draghi senkte die Qualitätsschwelle für Sicherheiten, welche die Zentralbank von Banken im Gegenzug für frisches Geld akzeptiert.
Derweil hat sich die "Angstkasse" der Banken bei der EZB kaum geleert. Die eintägigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am Donnerstag nach zwei Tagen mit Rekordwerten aber wieder gesunken. Die sogenannten Übernacht-Einlagen fielen um rund 16 Milliarden auf 436 Milliarden Euro, wie die EZB mitteilte. Zuletzt hatten die kurzfristigen Einlagen am Vortag einen Rekordwert von 452 Milliarden Euro erreicht. Trotz des aktuellen Rückgangs liegt das Niveau der Einlagen nach wie vor deutlich höher als während der Finanzkrise 2008.
Die eintägigen Ausleihungen der Geschäftsbanken der Eurozone bei der EZB gingen ebenfalls zurück und fielen den Angaben zufolge von 6,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro. Das Niveau liegt aber auch hier höher als im Verlauf des Jahres üblich.
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Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise meiden die Banken wegen der schlechten Konditionen die Möglichkeit, bei der Notenbank kurzfristig Geld zu parken oder anzulegen. Wegen der europäischen Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt.
Vor dem Hintergrund der Spannungen im europäischen Bankensektor hatte die EZB den Geldhäusern in der vergangenen Woche die Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro über drei Jahre zu günstigen Konditionen geliehen. Einen Teil dieser Mittel scheinen die Banken bei der EZB zu parken.
dpa, dpa-AFX, t-online.de - sky
Der Realist schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 00:24:24
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Dexia
Haben Sie schon einmal in ARD Börse.de über Dexia und deren Bewertung von S & P nachgelesen. Zweitbeste Notierung der Ratingagentur.
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uwe1705 schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 22:38:59
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Selbst schuld
Die Banken, die es nicht schaffen und auf der Strecke bleiben sind selbst Schuld, Ihr müßt doch nur den Rolli-Schäuble und
die Super-Angie fragen, die werfen mit Geld in ganz Europa rum, die geben Euch auch was ab.
Der Blöde Michel zahlt das schon.
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juttadoris schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 17:54:30
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Kreditklemme
Kleinere Banken wie Dexia ist wohl ein Witz. Die Dexia ist eine der grössten
europ.Banken.
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