14.05.2012, 09:15 Uhr
Ob bei der Fahrt mit dem Kollegen im Aufzug, in großer Runde beim Betriebsfest oder vor einer Verhandlung mit Kunden: Vielen Menschen fehlen einfach die Worte, sobald es um Small Talk im Job geht. Wir erklären Ihnen, wie Sie im Beruf ganz entspannt plaudern und Fettnäpfchen aus dem Wege gehen.
"Einige sagen, sie mögen Small Talk nicht, weil das Gespräch zu oberflächlich sei, andere sind unsicher und wissen nicht, was sie sagen sollen", erklärt Business-Trainerin Carolin Lüdemann aus Stuttgart. Sie hilft Menschen, im Job souveräner aufzutreten. "Es ist ungemein wichtig, in der Lage zu sein, Beziehungen aufzubauen und auf andere zuzugehen", meint Lüdemann. Rhetoriktrainer Dieter Zittlau sieht das ähnlich. "Ohne Small Talk kommt man im Berufsleben nicht aus", so der Psychologe aus Düsseldorf. Wer die Kunst des "kleinen Gesprächs" nicht zumindest ansatzweise beherrscht, wirke schnell abweisend. Denn Small Talk fungiert als Türöffner und soll eine angenehme Atmosphäre schaffen.
Dafür ist es wichtig, positiv besetzte Themen zu wählen. Wer nicht über das Wetter reden möchte, kann beispielsweise Gemeinsamkeiten mit dem Gegenüber suchen. "Mindestens eine Gemeinsamkeit gibt es immer: Man ist mit dem Gesprächspartner zur selben Zeit am selben Ort", erläutert Lüdemann. Vielleicht gab es auf dem Arbeitsweg Stau? Oder das Gebäude, in dem man sich befindet, wird gerade renoviert?
Zittlau rät zum Einstieg dazu, über sich und seine Vorlieben zu sprechen. "Es ist immer gut, in Vorlage zu gehen und etwas von sich preiszugeben", so Experte. "Mir gefällt die neue Wandfarbe in den Büros" wäre eine Möglichkeit. Zu weit ins Private sollte man aber nicht gehen. "Sachen, die man über sich in einer Vorstellungsrunde eines Seminars erzählen würde, kann man auch im Small Talk einbringen", warnt Zittlau. Negatives kommt schlecht an: Dazu gehören der Streit mit der Ehefrau, die kranken Kinder oder die eigenen Wehwehchen. Wer mit solchen Themen ein Gespräch beginnt, erntet schnell peinliches Schweigen.
Auch Politik, Religion oder Geldfragen gelten als Tabuthemen. Knigge-Experte Hans-Michael Klein erklärt, warum: "Die Small Talk-Phase ist frei von Inhalt." Das "kleine Gespräch" soll unverfängliche Themen behandeln. "Das fällt einigen schwer, sie finden das zu banal oder zu doof", hat Klein beobachtet. Wenn der andere das spürt, zieht er sich zurück oder reagiert verunsichert. Vor allem in Gesprächen mit Kunden oder dem Chef ist das schlecht. "Man muss sich auch mal darauf einlassen, über Banalitäten zu reden", betont Klein.
Mitunter entwickelt sich das Geplauder sogar zu inhaltsvollen Gesprächen. "Es kann sich aus einem unverfänglichen Thema wie einer Fernsehsendung am Tag zuvor ein intensives Gespräch über grundsätzliche Weltanschauung und emotionale Themen ergeben", erklärt Diplom-Psychologin Doris Wolf aus Mannheim. Wenn das geschieht, hat Small Talk als Eisbrecher funktioniert. Zur Pflege einer Beziehung - sei es zu einem Kollegen oder zu einem Kunden - ist es wichtig, sich solche Themen und entdeckte Gemeinsamkeiten zu merken. Und beim nächsten Treffen kann man daran anknüpfen.
Ähnliches gilt auch für Gespräche mit dem Chef. Wer wichtige Themen mit dem Arbeitgeber besprechen will, entspannt die Atmosphäre durch anfängliches Geplauder. "Man sollte nie mit der Tür ins Haus fallen", rät Zittlau. Ein Gespräch über die neue Kantine oder das sommerliche Wetter biete sich als Einstieg besser an, als direkt nach einer Gehaltserhöhung zu fragen.
Schüchterne Personen können nach Ansicht der Experten lernen, sich im Beruf ganz entspannt zu unterhalten. Etliche Menschen haben Zittlau zufolge Redehemmungen, die aber überwunden werden können. Dafür sollten Betroffene immer wieder bewusst das Gespräch mit Kollegen suchen. Im gewohnten Jobumfeld fällt Small Talk leichter als beispielsweise bei einem Kundenbesuch in einer fremden Firma.
Wolf empfiehlt, Small Talk zudem außerhalb des Jobs zu üben. "Es ist sinnvoll, sich ganz gezielt unter Menschen zu begeben und Gespräche anzufangen, zum Beispiel auf einer Parkbank, am Kiosk, an der Kasse oder beim Arzt", sagt die Psychologin. Dabei müssen Sie sich nicht unter Leistungsdruck setzen. Es muss kein ausführliches Gespräch entstehen. Das Ziel sollte es lediglich sein, Kontakt aufzunehmen und den Ball ins Rollen zu bringen. "Wenn der andere nicht anspringt, hat es einfach nicht sein sollen", so Wolf.
Nehmen Sie teil am Börsenspiel der FXdirekt Bank und gewinnen Sie iPad, MacBook Air oder einen iPod touch. Hier anmelden
Einigen Menschen hilft es, sich eine Art Drehbuch und mögliche Themen zurecht zu legen. Zu sehr dürfe man sich starren Handlungsabläufen aber nicht unterwerfen, findet Klein. "Teilweise sind die Menschen durch zu viele Trainings überschult und agieren nicht mehr nach ihrem Gefühl", weiß der Knigge-Experte. Er rät daher, hin und wieder einfach auf den Bauch zu hören.
Selbst wenn es beim Small Talk um oberflächliche Themen geht - die Körpersprache sollte dem Gegenüber immer signalisieren: Ich höre Dir zu. "Es ist wichtig, Blickkontakt zu halten und nicht etwa zur Tür zu schauen", so Lüdemann. Wer weg muss oder sich etwas zu trinken holen will, sollte anschließend wiederkommen - oder dem anderen mitteilen, dass er jetzt geht. Stößt jemand zum Small Talk dazu, ist es sinnvoll, einen kleinen Kreis zu bilden. So werde niemandem der Rücken zugedreht.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Quelle: dpa
doofi schrieb:
am 15. Mai 2012 um 14:13:08
(0)
(1)
smaltalk
Man sollte die Sache Smailttalk nicht überbewerten Denn man ist ncht alle Tage gleich gut drauf u.es kommt auch auf die
Ausstrahlung beider Gesprächspartner an.Manche Menschen sind halt sympatischer mit denen entwickel sich schnell ein Gespräch mit anderen eben nicht .Schüchternheit ist eine Zier doch weitr kommst du ohne ihr.
mehr
Kommentar melden
die Wahrheit schrieb:
am 15. Mai 2012 um 08:43:09
(0)
(4)
Small Talk
Hier gib es scheinbar nur dumme, die etwas erzählen bzw. kommentieren wollen!
Haben alle das "Pulver" erfunden und leben
völlig autarg im dunklen Kämmerlein.
Hoffentlich läuft mir keiner von den stummen, düsteren und überheblichen Typen über den Weg.
mehr
Kommentar melden
Fräßdorf schrieb:
am 14. Mai 2012 um 12:15:04
(15)
(9)
Nochmal
Arschkriechen ist angesagt!!!! Nicht mehr und nicht weniger!!! Was du willst nicht arschkriechen????? Draußen stehen Millionen die
gern diese Job übernehmen!!!!!!!!!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Staats- und Regierungschefs be- kräftigen ihre Solidarität. zum Video