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Konjunktur beschert Deutschland ein historisches Jobwunder

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Deutschland steht vor historischem Jobwunder

28.09.2010, 13:47 Uhr | cs mit dpa-AFX und dapd

Konjunkturerwartungen für deutsche Wirtschaft weiter verbessert  (Foto: t-online.de)

Konjunkturerwartungen für deutsche Wirtschaft weiter verbessert (Foto: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Die deutsche Wirtschaft verabschiedet sich mit Vollgas von der Krise. Nachdem bereits OECD, Bundesregierung und einen ganze Reihe von Wirtschaftsinstituten ihre Wachstumsprognosen für Deutschland deutlich nach oben korrigiert haben, legt nun das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nach. Die Berliner Ökonomen erhöhen ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr erneut und prophezeien ein historisches Jobwunder in Deutschland.

Deutscher Wachstumskurs wird sich fortsetzen

Die DIW-Experten erwarten in ihrer aktuellen Konjunkturprognose eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,4 Prozent. Im Juni hatte das DIW noch ein Wachstum von 1,9 Prozent prognostiziert. "Die deutsche Wirtschaft hat sich überraschend gut von der Krise erholt", hieß es in der Mitteilung. Das DIW geht davon aus, dass sich der Wachstumskurs auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird, "wenngleich in weniger rasantem Tempo als im ersten Halbjahr". Und so erhöhte das DIW seine Wachstumserwartung für 2011 von 1,7 Prozent auf 2,0 Prozent.

Dieser überraschend starke Aufschwung beschert nach Meinung der DIW-Experten Deutschland ein historisches Jobwunder: "Im Schnitt werden im nächsten Jahr rund 40,4 Millionen Menschen arbeiten - so viele wie noch nie im vereinigten Deutschland", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann. Dadurch nehme auch die Angst vor dem Jobverlust ab und sorge für eine gute Stimmung unter den Konsumenten. Dies zeigt auch der heute veröffentlichte Konsumklimaindex der GfK. Demnach ist die Kauflaune der Deutschen so gut wie seit drei Jahren nicht mehr.

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Deutsche Produkte begehrt

Seit der Wiedervereinigung scheint die Nachfrage nach Produkten "Made in Germany" ungebrochen. zum Video

Exporte tragen den Aufschwung

Nach Einschätzung der DIW-Experten wird das Wachstum im laufenden Jahr vor allem von den Exporten getragen. "Besonders in Schwellenländern wie China hat Deutschland Marktanteile hinzugewonnen", hieß es. Vor allem die größeren Betriebe hätten hiervon profitieren können. Die Produktion in der Exportwirtschaft dürfte schon bald ein ähnliches Niveau wie vor der Krise erreichen.

Doch das Wachstum hat offenbar Grenzen: Viele Exporte, die zum Sommerhoch beitrugen, seien während der Krise aufgeschobene Investitionen gewesen. "Weil große Volkswirtschaften wie die USA und China jetzt schwächeln, werden sich die überschäumenden Wachstumsraten bei den Exporten nicht fortsetzen", erklärte Konjunkturexperte Christian Dreger. Für das laufende Jahr rechnen die DIW-Experten mit einem Wachstum von gut 15 Prozent, für 2011 mit knapp 8 Prozent. Die Produktion in der Exportwirtschaft erreiche damit bald ein ähnliches Niveau wie vor der Krise, hieß es.

Private Haushalte stützen den Aufschwung

Neben den Exporten habe auch der private Konsum zum deutschen Wirtschaftswachstum beigetragen. Die Haushalte haben laut Einschätzung des DIW im zweiten Quartal 2010 erstmals seit einem Jahr wieder mehr konsumiert, rund 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Auch in den nächsten Quartalen werde kräftig konsumiert. Begünstigt werde dies durch die stabilen Preise und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.


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Quelle: t-online.de , dpa-AFX , dapd

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Kommentare (66)

zum Forum

Thema: "Konjunktur beschert Deutschland ein historisches Jobwunder"

RR schrieb: am 28. September 2010 um 19:15:28
(0) (0) Jobwunder
Ich kanns nicht mehr hören. Die Zeitarbeit boomt und reguläre Arbeitsplätze werden in Billiglohnjobs zu Tausenden umgewandelt
und neu erschaffen.Aber die die heute mit Zeitarbeit gerade so über die Runden kommen werden als Rentner abhängig sein von staatlichen Zuwendungen weil die erreichte Rentenhöhe nicht mehr zum leben reicht. Hier wie überall werden die Probleme und deren Lösung nur in die Zukunft verlegt. Was wir brauchen sind Zeitarbeitsbedingungen für Politiker, Bänkster und Lobbyisten.
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max100 schrieb: am 28. September 2010 um 19:14:25
(0) (0) Schakal
Wer braucht Zeitarbeitsfirmen ? Der selbständige Arbeitsvermittler mit gewerblicher Zulassung kann sich gegen anteiligen
Stundenlohn bei so und so viel Stunden und so und so viel vermittelten Arbeuitnehmern ein schönes Leben machen. Manch einer sollte mal darüber nachdenken warum es von diesen Unternehmungen immer mehr gibt ! Auch die Vermittlung von Arbeitslosen in eine feste Anstellung bringt prima Knete von der Arbeitsagentur. So eine Firma ist wirklich lohnenswert für schlaue Füchse !
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Heike schrieb: am 28. September 2010 um 19:03:15
(0) (0) Jobs und Zeitarbeit
Die Zeitarbeit und Verleihbüros ist eigentlich nur eine wirtschaftliche Konsequenz auf die zu langen Kündigungszeiten
und hohe Abfindungen. Kein Unternehmen kann es sich in Krisenzeiten erlauben Mitarbeiter zu halten die es nicht braucht. Wenn die Firmen in Schieflage geraden bei Wirtschafts-einbrüchen müssen sie auch reagieren können. Ergo wird niemand mehr Mit-arbeiter fest einstellen, als er in schlechten Zeiten verkraften kann.
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