06.04.2011, 14:23 Uhr | cs mit dapd und dpa-AFX
Die deutsche Wirtschaft trotzt allen negativen Einflüssen und wird in diesem Jahr abermals deutlich stärker wachsen als bislang angenommen. So haben führende Ökonomen ihre Prognosen für das laufende Jahr auf fast drei Prozent erhöht. Im Oktober gingen die Experten noch von zwei Prozent Wachstum aus. Zudem halte der Boom auf dem Arbeitsmarkt an. So sollen im Jahresschnitt über 300.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der unerwartet starke Boom spült dem Staat damit zusätzliche Steuereinnahmen in die Kassen - die Neuverschuldung könnte abermals geringer ausfallen.
Das "Handelsblatt" berichtete in seiner Onlineausgabe, das Frühjahrsgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sage jetzt 2,8 Prozent Wachstum voraus. 2012 soll die Wirtschaft dann um zwei Prozent wachsen. Angesichts die boomenden Konjunktur dürfte das Staatsdefizit damit deutlich sinken. Die Institute prophezeien nach 3,3 Prozent in 2010 für 2011 nur noch ein Defizit von 1,7 Prozent. 2012 soll die Quote dann sogar auf 0,9 Prozent sinken. Der Boom in der Wirtschaft wirke sich auch immer positiver auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. So soll die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in diesem Jahr um über 300.000 Personen sinken.
Damit haben die Erdbebenkatastrophe in Japan sowie das havarierte Kernkraftwerk in Fukushima offenbar bislang kaum Auswirkungen auf die deutschen Unternehmen. Die Forscher gehen nach "Handelsblatt"-Informationen davon aus, dass es nur vereinzelt zu Engpässen in Lieferketten einzelner Konzerne kommen dürfte. Größere Produktionsausfälle seien nicht zu erwarten.
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Aktuelle Zahlen aus der deutschen Industrie bestätigen die optimistische Wachstumsprognose des Frühjahrsgutachtens. So verbuchten die Unternehmen im Februar ein deutliches Nachfrageplus: Die Auftragseingänge stiegen bereinigt um 2,4 Prozent. Im Januar hatten die Bestellungen um 3,1 Prozent zugelegt. Nach dem bereits deutlichen Auftragsplus des Vormonats setze sich der klare Aufwärtstrend der Industriebestellungen im neuen Jahr weiter fort, urteilten Experten des Wirtschaftsministeriums.
Im Vergleich zum Vorjahr legten die Industrieaufträge im Zeitraum Januar/Februar kalenderbereinigt um merkliche 18,3 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem Inland überschritten ihr Vorjahresniveau um 14 Prozent, die aus dem Ausland stiegen um 22 Prozent.
Bereits am Dienstag hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erklärt, er könne sich ein höheres Wachstum als die bisher von ihm prognostizierten 2,3 Prozent für dieses Jahr vorstellen. Damit würden die Einnahmen bei den Steuern und bei den Sozialkassen ebenfalls stärker steigen als bisher angenommen. Dies war bereits 2010 der Fall gewesen, als die Neuverschuldung dadurch drastisch niedriger ausfiel als geplant.
Am Frühjahrsgutachten beteiligen sich das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel und das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung München. Sie kooperieren mit Forschern in Zürich, Mannheim und Wien.
Der DAX hat sich seit dem Japan-Schock Mitte März wieder komplett erholt. zum Video
Quelle: t-online.de , dapd , dpa-AFX
Ökonom schrieb:
am 6. April 2011 um 15:47:17
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Boomwirtschaft
WEnn Selbing von 13 Mio Arbeitslosen spricht, sollte er das Land dazu schreiben. Auch das Kindergeldgejammere ist
irrre.
Unsere Mütter hatten o, dafür keine Waschmaschine und keinen Kühlschrank etc. Urlaub von einer Woche im Bayer. Wald reichte damals, wobei doch nur mindesten 48 Stunden je Woche gearbeitet wurden. Und als wir stolze 50,- DM im Monat als Kindergeld bekamen, haben wir die für den Sohn gespart und uns halt nach der Decke gestreckt. 3x Malle p.a. muss
nicht sein.
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server schrieb:
am 6. April 2011 um 15:44:30
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Konjunktur
nur mediengeförderte professionelle Schwarzmaler haben wegen Erdbeben (und AKW!) und Nahost-Krise einen signifikanten
Konjunktureinbruch
'vorhergesagt'.
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BODO schrieb:
am 6. April 2011 um 15:44:29
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Wachstum HA-JO
Ha-jo du sprichst mir aus der Seele.
Deutschland prahlt nicht- die Medien tun das . Die Medien reissen alles nach oben oder
nach unten. Die Faulenzer unter den Kommentatoren sollen weiter fernsehen und nicht schreiben. Meinungsfreiheit bedeutet- man darf eine Meinung haben - man muss nicht.
Hier stehet soviel Mist , daß man es kaum aushält.
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