23.02.2012, 15:55 Uhr | dapd, AFP, dapd
Deutsche Unternehmen lassen sich von der Schuldenkrise nicht verunsichern. Trotz einer leichten Konjunkturdelle zum Jahreswechsel verbessert sich der Ifo-Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts zum vierten Mal in Folge. In der Eurozone sieht dagegen die Lage ganz anders aus: Die EU-Kommission rechnet mit einer Rezession.
So schrumpft die Wirtschaftskraft der Eurozone in diesem Jahr laut Prognose um 0,3 Prozent. Nach den am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Daten entwickelt sich die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern somit deutlich schlechter als bisher von der EU-Kommission angenommen.
Im November war die Brüsseler Behörde noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Eurozone von 0,5 Prozent ausgegangen. In der gesamten EU stagniert die Wirtschaftskraft der Prognose zufolge (0,0 Prozent), anstatt um 0,6 Prozent zu wachsen, wie noch im Herbst angenommen.
Besonders schlecht entwickelt sich die Wirtschaft der Sorgenkinder Griechenland und Portugal, wo das BIP der Analyse zufolge um 4,4 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent schrumpft. Auch das ist schlechter als noch in der Herbst-Prognose erwartet - damals war die Kommission davon ausgegangen, dass Griechenlands BIP um 2,8 Prozent zurückgeht, das BIP Portugals um 3,0 Prozent. Die als Wackelkandidaten in der Schuldenkrise geltenden Länder Italien und Spanien müssen sich laut Prognose auf einen Rückgang der Wirtschaftskraft in Höhe von 1,3 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent einstellen.
Die Erwartungen haben sich allgemein seit der Prognose im November eingetrübt. "Obwohl das Wachstum abreißt, sehen wir Zeichen der Stabilisierung in der europäischen Wirtschaft", zeigte sich EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn jedoch zuversichtlich. Die Unruhe an den Finanzmärkten nehme beispielsweise ab.

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Deutschland kommt der Prognose zufolge weiterhin vergleichsweise gut durch die Krise: Die Kommission rechnet für dieses Jahr mit einem Plus von 0,6 Prozent der Wirtschaftskraft. Im Herbst hatte sie aber noch ein Plus von 0,8 Prozent für das Jahr 2012 erwartet.
Wie gut sich Deutschland derzeit schlägt, belegen auch frische Konjunkturdaten des Münchner Ifo-Instituts. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex von 108,3 Punkten im Januar auf 109,6 Punkte im Februar. Beobachter hatten bei diesem wichtigen Gradmesser für die hiesige Konjunktur lediglich mit einem Anstieg auf 108,8 Punkte gerechnet.
"Zurzeit sind wir wieder in einer Erholungsphase", sagte Ifo-Konjunkturexperte Gernot Nerb. Von einem Aufschwung wollte er allerdings nicht sprechen. Sein Institut rechne dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent in Deutschland.
Vor allem die gute Entwicklung im Inland und weniger der Export hilft der Wirtschaft: "Die deutsche Konjunktur wird derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der Indikator für die wirtschaftliche Lage stieg von 116,3 auf 117,5 Punkte. Der Wert für die Aussichten verbesserte sich um 1,4 auf 102,3 Punkte.
Besonders gut schätzen die befragten Unternehmen demnach die Chancen für den Groß- und Einzelhandel ein. Auch die Bauwirtschaft rechnet mit guten Geschäften. Einzige Ausnahme stellt die Lagebeurteilung der Industrie dar, die etwas zurückging, vermutlich infolge der Probleme im Euroraum und der weltweiten Abkühlung der Konjunktur. Doch auch die Industrie sieht die Zukunft rosiger als noch im Januar.
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Quelle: dpa , AFP , dapd
die wahrheit schrieb:
am 23. Februar 2012 um 18:01:35
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schönredner
Die Experten haben wieder mal ihre Meinung abgegeben.Null Ahnung von was,weil niemand weiß was in einen halben Jahr ist.Nur
diese HELLSEHER haben die Weitsicht gepachtet.
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frau mütze schrieb:
am 23. Februar 2012 um 14:57:39
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aufschwung
leider bleibt nichts hängen,danke stasimerkel .
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kolkrabe schrieb:
am 23. Februar 2012 um 14:37:04
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Europa
Tja, das haben wir uns nun mit diesem Europa eingebrockt. Unser Können und Fleiß reißt vor allem den Süden in den Abgrund. Also:
Löhne rauf bei uns, damit man dort auch wieder zu Beschäftigung und Aufschwung kommt. Ganz schön bekloppt diese Welt, nicht wahr?
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