
21.01.2011, 16:02 Uhr | Financial Times Deutschland
Im Kampfflugzeugbau zeichnet sich ein Ende der Vorherrschaft westlicher Konzerne ab. In China, Russland und Indien gibt es mehrere Militärprojekte, die es mit den Spitzenmodellen der USA aufnehmen können.
Kurz vor dem Erstflug steht in China etwa das bislang geheime Kampfflugzeug J-20 Black Eagle. In den vergangenen Tagen tauchten im Internet erste Fotos des Jets auf einer Startbahn in Chengdu auf. Dessen Konturen ähneln dem US-Spitzenmodell F-22 Raptor von Lockheed Martin.
China wäre das dritte Land nach den USA und Russland, das einen Kampfjet der neuesten technischen Generation baut. Im Zivilflugzeugbau rütteln die Russen und Chinesen bereits an der Dominanz von Airbus und Boeing: Mittelfristig ist auch die Führungsposition der USA und Europas bei Kampfflugzeugen bedroht - zumal der Westen aus Kostengründen derzeit Projekte kürzt oder stoppt.
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Vor allem der russische Hersteller Sukhoi sorgt mit Neuentwicklungen für Aufsehen. Russland hilft wiederum Indien und China bei eigenen Modellen.
Vor fast genau einem Jahr hatte der neue Sukhoi-Kampfjet T-50 PAK FA seinen Erstflug. Etwa 2015 soll die Serienproduktion beginnen. Kurz vor Weihnachten vereinbarte Russland mit der größten indischen Luftfahrtgruppe HAL (Hindustan Aeronautics Ltd.) die gemeinsame Entwicklung eines neuen Kampfjets auf Basis des T-50-Modells. Indien spricht von einem der bisher größten Militärprojekte des Landes. Der Auftragswert soll bei über 20 Milliarden Dollar liegen. Der Kampfjet soll alle Eigenschaften des Superjets F-22 aus den USA haben: für Radar nahezu unsichtbar, extrem wendig, Überschallgeschwindigkeit, lenkbarer Triebwerksstrahl und interne Waffenschächte.
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Für westliche Regierungen und Westwaffenkonzerne wie Lockheed Martin, Boeing oder das europäische Eurofighter-Konsortium ist der Aufschwung der russisch-asiatischen Militärachse eine Herausforderung. So bewerben sich aktuell fünf Westanbieter um die Zehn-Milliarden-Dollar-Ausschreibung für 126 indische Kampfflugzeuge. Eine Vorentscheidung soll im Sommer fallen. Auch der russische Hersteller Mikoyan bietet mit. Der Auftrag gilt in Indien als Zwischenetappe für die vereinbarte russisch-indische Kampfjet-Kooperation.
Russland, Indien und China können ihre Hightechflieger billiger produzieren als der Westen. Experten sprechen von grob 50 Prozent Kostenvorteil. Das könnte die Exportchancen der Westmodelle verringern. Mögliche Absatzmärkte sind Südostasien, der Mittlere Osten oder Lateinamerika.
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Über die Technik des chinesischen Superkampfjets J-20 Black Eagle - von dem bisher zwei Prototypen existieren sollen - gibt es nur Gerüchte. Mit 23 Metern Länge ist er etwas größer als die US-Spitzenmodelle F-22 oder F-35 Joint Strike Fighter. Entwickelt wurde das Modell unter Führung des Herstellers Chengdu Aircraft. Angeblich wollen die Chinesen zunächst 300 Exemplare produzieren. Die Markteinführung ist etwa 2015 bis 2018 geplant, heißt es.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Otto schrieb:
am 12. April 2011 um 21:06:21
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Sunzi lesen...." Die Kunst des Krieges"
Die Chinesen können Kampofflugzeuge bauen und haben darin viel Erfahrung... und sie müssenh nicht
endlos herumlabern, wie toll ihre Produkte sind. Sie bauen, erproben fliegen und zeigen dann was sie haben und verkaufen. Sicher, ihre bisherigen Produkte wie die F-7M Airguard, die auf der MiG 21 basierte, flogen vor allem in Afrika und hier kannte sie keiner. Aber was sie jetzt schon bauen wie die Chengdu J-10 ist schon beachtlich. Wenn die J-20 ein Erfolg wird, haben sie die Amis bei den Eiern.
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user1 schrieb:
am 11. Januar 2011 um 15:36:53
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Kampfflieger
Ich glaube, wir sollten das ruhig betrachten. Ein Prototyp ist noch lange kein taugliches Objekt, kann aber, wie bei den Autos
die ERLKÖNIGE, schon Eindruck schinden. Und vergessen wir nicht - in diesen Staaten wird das getan, was die Regierungen wollen. Ob Leute vernünftig wohnen, arbeiten, satt werden usw. interessiert da überhaupt nicht. Wenn die das mal in den Vordergrund stellen würden, wären diese Projekte ganz schnell vom Tisch.
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Hainchen schrieb:
am 4. Januar 2011 um 11:47:16
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Big Buddha
In der tat was ihr Kommentar angeht, kann ich mich nur anschließen. Wenn bei uns die Wirtschaftsbosse und Deutschland weiter nur
jammert und wartet auf bessere Zeiten, der wird sich wirklich wundern müßen wie wir Überholt werden. Nur vom Gewinn kann man nicht immer der Marktführer sein, sondern in die Zukunft investieren und nicht immer nur Aktionäre befriedigen, wäre schon mal ein Anfang. Unsere Ideen besser an den Mann bringen und nicht immer gegen alles Demonstieren.
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