26.05.2010, 11:37 Uhr | dpa
GfK-Chef Klaus Wübbenhorst: Politiker müssen bei Verbrauchern Vertrauen schaffen (Foto: ddp)
Die Politik lähmt derzeit die Konsumfreude der Verbraucher. Das ist die Einschätzung von Klaus Wübbenhorst, Chef der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. Das Institut legte am Mittwoch seine neuen Daten zur Verbraucherstimmung vor. Demnach ist der GfK-Index zum Verbrauchervertrauen für Juni auf 3,5 Punkte gefallen, nachdem er im Mai bei 3,7 Punkten gelegen hatte. Wübbenhorst sagte, die Euro-Krise und die Diskussion um Steuererhöhungen hätten die Verbraucher verunsichert. Dabei gebe es durchaus positive Signale.
"Drei Politiker mit sechs Meinungen - der Bürger hat schon ein Recht darauf, das Gefühl zu kriegen, dass die Entscheidungsträger die Schwierigkeiten in der Eurozone im Griff haben", sagte Wübbenhorst. "Der Konsument hat sich im letzten Monat die Turbulenzen angeschaut, die es in der Eurozone gibt, und fürchtet, dass die Rettungspakete für Griechenland und der schwächelnde Euro die deutsche Wirtschaft in ihrer Erholungstendenz beeinträchtigen können." (Lesen Sie hier, wie sich die Schuldenkrise auf Ihr Geld auswirkt.)
Zudem argwöhnten die Verbraucher, dass der Sparzwang der Bundesregierung und die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse zu Einsparungen bei den öffentlichen Ausgaben oder zu Steuererhöhungen führen könnten. Letztere hätten jedoch massive Folgen für die Entwicklung der Wirtschaft, warnte der GfK-Chef: "Steuererhöhungen und die Ankündigung von Steuererhöhungen werden die Konsumlaune sicherlich nicht sommerlich erstrahlen lassen, sondern dann wird schon Herbststimmung aufziehen." (Lesen Sie hier, wie teuer das Leben in Ihrem Bundesland ist.)
Bereits jetzt sind viele Verbraucher tendenziell zurückhaltend eingestellt. "Konsum beginnt im Kopf, und hier schlägt die Psychologie zu", erklärte Wübbenhorst. "Denn wenn wir die Fakten sehen - dass die Arbeitslosigkeit nach wie vor deutlich unterhalb der Erwartungen liegt, dass das Bruttoinlandsprodukt ganz vernünftig gewachsen ist, dass ein nicht mehr ganz so starker Euro sogar den Export beflügelt - sind das eigentlich alles positive Punkte, die die Unternehmen halbwegs zuversichtlich stimmen."
Die Verbraucher jedoch seien dennoch verunsichert. Der Staat solle deshalb nicht gleich an der Steuerschraube drehen, forderte der Konsumexperte. "Es gibt immer zwei Seiten, die Eingaben- und die Ausgabenseite. Man muss beides anschauen." So gebe es zu viele bürokratische Anforderungen, und auch in den Etats der einzelnen Ressorts steckten noch Sparpotenziale.
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Quelle: dpa
Samibazi schrieb:
am 26. Mai 2010 um 18:50:36
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Statistik
Erstes Semester BWL-Studium, Grundvorlesung Statistik I, erster Satz des Professors: "Glaube keiner Statistik, die du nicht selber
gefälscht hast!"
Noch Fragen ??
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Sigi schrieb:
am 26. Mai 2010 um 14:55:41
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gfk v. Bernie
Gelle Bernie - nach 7 mageren Jahren kommen doch 7 fette? Mensch denk nach und schnatter nicht nach was man Dir vorgaukelt!
Es
gibt kein Wirtschaftswachstum mehr, man produziert eh schon am Bedarf vorbei. Oder kaufst Du jedes Jahr ein neues Auto, eine TV, einen Computer usw.. Ich denken NEIN!
Und diejenigen hier oder in der 3. Welt mit Nachholebedarf, die haben kein Geld dafür. Und je weniger produziert und damit verbraucht wird umso weniger Ak benötigt man. Ergo noch mehr Arbeitslose!
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Tanja schrieb:
am 26. Mai 2010 um 13:42:41
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Experte
Das Problem lieber Experte ist, dass man den Politikern nicht mehr glaubt, sondern sich lieber auf den Blick in den Geldbeutel
verlässt. Wir sind nicht Gr oder Esp, denen geholfen wird. Das dt. Volk lässt man am langen Arm verrecken. Wenn ich nichts habe, kann ich nichts ausgbe, wieviele Kinder bekommen schon heute kein warmes Essen mehr (außer in Einrichtungen), wer soll die Schulden je zurückzahlen, wenn der Bürger nicht noch mehr gemolken wird? Hauptsache Diäten steigen, passt allesnicht mehr
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