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Verbraucher lassen sich die Stimmung nicht verderben
26.02.2009, 11:15 Uhr | bv
Die Wirtschaftskrise macht sich auch bei den Verbrauchern bemerkbar (Quelle: imago)Trotz der düsteren Wirtschaftsnachrichten hat sich die Stimmung der Verbraucher im Februar aufgehellt. Grund waren die niedrigere Inflation, die Abwrackprämie und das Konjunkturpaket II. Deshalb schätzen die Menschen die Entwicklung der Wirtschaft und ihres persönlichen Einkommens zuversichtlicher ein als noch im Januar. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ermittelt. Die GfK-Forscher sagen für März einen Anstieg des Konsumklimaindex auf 2,6 Punkte voraus und korrigierten gleichzeitig denjenigen für Februar von 2,2 auf 2,3.
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Privater Konsum mildert Wirtschaftseinbruch ab
Die GfK erwartet außerdem weiterhin, dass der private Konsum in diesem Jahr um 0,5 Prozent zunehmen wird. "Die Anzeichen verstärken sich, dass der Konsum in diesem Jahr hilft, den Konjunktureinbruch etwas abzumildern", erklärte GfK-Fachmann Rolf Bürkl. Das Konsumklima sei aber auf einem zu niedrigen Niveau, um die stark rückläufigen Exporte und Investitionen in vollem Umfang kompensieren zu können. Wie sich der Konsum weiter entwickle, hänge nun vor allem davon ab, wie stark der Arbeitsmarkt vom Abschwung erfasst werde. So würde ein sehr starker Anstieg der Arbeitslosigkeit auch der Konsumlaune einen herben Dämpfer verpassen.
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Inflation und Abwrackprämie bieten Anreize für den Konsum
Im Februar profitierte die Verbraucherstimmung vor allem von der niedrigen Inflationsrate, der Abwrackprämie und dem Konjunkturpaket. Die finanziellen Anreize führten dazu, dass die Verbraucher ihre Kaufkraft gestärkt sähen und ihre Einkommensaussichten optimistischer einschätzten, sagte Bürkl. Nach zwei Monaten mit Einbußen verbesserte sich der entsprechende Teilindex im Februar um 9,5 auf minus 11 Punkte. Vor einem Jahr lag er bei minus 0,5 Punkten.
Licht am Ende des Tunnels
Auch hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung sehen die Bundesbürger wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Nach vier Monaten habe die Talfahrt beim Index der Konjunkturerwartung ein Ende gefunden: Er verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat um 5 auf minus 27,9 Punkte, liegt damit aber noch erheblich unter seinem Vorjahreswert von plus 4,6 Punkten.
Rabatte stützen Anschaffungsneigung
Eine Ursache für den nachlassenden Konjunktur-Pessimismus sieht Bürkl im Konjunkturpaket II: "Die Verbraucher erwarten, dass die beschlossenen Maßnahmen die Binnenkonjunktur etwas stützen können." Weiter unklar sei allerdings, ob damit bereits eine Trendwende der Verbrauchererwartung eingeleitet worden sei. Mit einem leichten Rückgang um 0,9 auf 14,6 Zähler habe der Index der Anschaffungsneigung zwar seine zuletzt verbuchten Gewinne etwas abgegeben, liege aktuell aber immer noch um 30 Punkte über dem Vorjahreswert. Neben einer stabilen Kaufkraft seien hierfür die vielen Rabatte von Autohändlern, aber auch von Herstellern von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten maßgeblich.
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Quelle: dapd
, t-online.de