11.06.2010, 11:04 Uhr | dpa
Milan Beko (Aufnahme von 1999 in einer zerstörten Autofabrik): Belgrader Hafen zum Spottpreis gekauft (Foto: Reuters)
In Serbien Strafanzeige ist zum ersten Mal Strafanzeige gegen einen der Super-Reichen gestellt worden, die während der Kriegswirren mit zwielichtigen Methoden zu traumhaftem Vermögen gekommen sind. Das staatliche Amt für Korruptionsbekämpfung hat Anzeige gegen Milan Beko gestellt, weil er beim Kauf des Belgrader Hafens im Jahr 2005 den Staat und die Kleinaktionäre um Dutzende Millionen Euro betrogen haben soll. Das berichtete die Zeitung "Politika" am Samstag. Auch der frühere Wirtschaftsminister Predrag Bubalo stehe auf der Liste von 17 Personen, die bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurden, meldeten die Medien übereinstimmend.
"Wir haben direkte Beweise für die Verbindung des Großkapitals, der Organisierten Kriminalität und der Politik in Serbien geliefert", sagte die Präsidentin der Antikorruptionsbehörde, Verica Barac. "Wenn eine Firma ohne Geld, ohne Kapital, ohne Vermögensnachweis und ohne irgendeine Geschäftstätigkeit Aktien im Wert von 45 Millionen Euro kauft, dann ist das ein ernster Hinweis, dass es sich dabei vielleicht um Geldwäsche handelt", sagte Baric weiter. Beko soll über eine Luxemburger Scheinfirma den Hafen mit Hilfe der Behörden zum Spottpreis gekauft haben und damit an Bauland gekommen sein, das nach früheren Angaben 2,5 Milliarden Euro wert ist. (Ranking: die reichsten der Welt)
Die serbische Antikorruptionsbehörde hat die Namen der Beschuldigten nach eigener Darstellung nicht veröffentlicht, um die Staatsanwaltschaft keinem politischen Druck auszusetzen. Sollte diese jedoch auf die Strafanzeige ebenso wenig reagieren wie auf eine vor zwei Jahren von den Kleinaktionären des Hafens eingebrachte Klage, würden die Namen öffentlich gemacht. Staatspräsident Boris Tadic hat in einer ersten Reaktion verlangt, die Strafverfolgungsbehörden in Ruhe arbeiten zu lassen, jedoch davor gewarnt, "eine Jagdatmosphäre zu schaffen".
In Serbien werden alle politischen Parteien verdeckt von steinreichen Unternehmern finanziert, hatten staatliche Stellen ebenso wie verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGO) immer wieder berichtet. Seit Jahren hätten daher die Parteien, das Parlament und die Regierung die Arbeit aller Antikorruptionsbehörden nach Kräften behindert.
Quelle: dpa , t-online.de
mucky411 schrieb:
am 6. Juni 2010 um 10:53:58
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Korruption
Korruption
Nicht nur Juristen schützen Ganoven, sondern auch unsere Staatsdiener.
Es vergeht ja kaum eine Woche, wo wir nicht
ausgeraubt werden sollen.
Mit kürzung der Renten, Renten sind schon mal gekürzt wurden und zwar für alle die nach dem 01.01.1942 geboren wurden mit 20 %.
Steuererhöhung, Benzinpreisen, Personalausweis von 8,00 auf 28,00 Euro, für den Arztbesuch die Praxisgebühr erhöhen, die staatliche Mietserhöhung gemäß § 558 Bürgerliches Gesetzbuch 20% innerhalb von drei Jahren. usw.
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Deutscher schrieb:
am 6. Juni 2010 um 10:02:47
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Korruption
Ist das in Deutschland anders?
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e.m.aue schrieb:
am 5. Juni 2010 um 21:07:10
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reiche in serbien
geld regiert die welt, da hat sich in hundert jahren nichts geändert, nur hatten früher superreiche noch ein quäntchen
soziales mitgefühl. das ist leider heute nicht mehr vorhanden.
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