23.12.2011, 15:47 Uhr | dpa-AFX
In Berlin wurde der Korruptionsindex der Nichtregierungsorganisation (NRO) Transparency International vorgestellt. Deutschland liegt bei der Korruption nach wie vor im europäischen Mittelfeld. Weltweit betrachtet schlägt sich Deutschland mit einem 14. Platz wacker, wie aus dem in Berlin vorgestellten Korruptionsindex hervorgeht. Spitzenreiter ist erneut Neuseeland.
Bei dem jährlichen Ranking wird die wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 10 für "sehr sauber" bis 0 für "sehr korrupt" bewertet. Unter den besten zehn von insgesamt 183 Ländern sind wie im vergangenen Jahr Singapur, Norwegen, die Niederlande, Australien, die Schweiz und Kanada. Deutschland verbesserte sich leicht mit 8,0 Punkten gegenüber 2010 (7,9). Zwei Drittel der Länder erreichten laut Transparency weniger als 5 Punkte - darunter auch europäische: Ungarn, Bulgarien, Italien und Griechenland.
Am Ende der Skala liegen Somalia, Nordkorea, Birma und Afghanistan - sie gelten als besonders korrupt. Der Korruptionsindex stützt sich auf die Einschätzung von Geschäftsleuten und Länder-Analysten. Er wird seit 1995 erstellt.
Die Bundesregierung muss sich nach Ansicht der Transparency-Vorsitzenden in Deutschland, Edda Müller, um Verbesserungen bei der Bekämpfung von Korruption bemühen. Den Abstand zu den europäischen Spitzenreitern Dänemark, Finnland und Schweden konnte Deutschland nicht verringern. Die geringsten Probleme mit Bestechung in Politik und Verwaltung hat derweilen Neuseeland.
So korrupt ist die Welt (Grafik: StepMap)Kampf gegen Korruption auch über Landesgrenzen hinausAuch über die Landesgrenzen hinaus müsse die Bundesregierung laut Müller ihren Bestrebungen im Kampf gegen Korruption stärkeren Nachdruck verleihen: "Wir erleben eine zunehmende Bedeutung der Bundesregierung in internationalen und europäischen Fragen." Gerade beim Abschluss von Verträgen mit Partnerländern - wie mit Kasachstan und der Mongolei zur Rohstoffversorgung - müsse sie bindende Elemente zur Offenlegung der Zahlungsströme erreichen. "Damit das Geld nicht in falsche Kanäle fließt", so die Vorsitzende.
Deutschland müsse aber auch weiterhin vor der eigenen Haustüre kehren: Transparency Deutschland kritisierte erneut die Finanzierung von Parteien als undurchsichtig - und forderte eine strenge Regelung und mehr Transparenz für das Parteiensponsoring. Unternehmen, die zu mehr als einem Viertel im Eigentum der öffentlichen Hand sind, sollen nach den Worten Müllers kein Sponsoring von Parteien etwa auf Parteitagen übernehmen dürfen.
Quelle: dpa-AFX
Werner Wilhelm schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 11:46:37
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Korruption
Hallo Jan, in USA gibt es keine Korruption man nennt dass customer edocation
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PDW schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 09:35:46
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Korruption
Es darf nicht sein was nicht sein darf.In Deutschland passiert auch vieles was nicht sein darf.An erster Stelle stehen die
Medien,dann die Justiz,die Parteien,die Staatsbürokratie und der Geheimdienst.Was ist denn in diesem Land noch in Ordnung?
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chinook schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 09:00:51
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korruption
da " lobbyarbeit " und " netzwerke " als harmlos anerkannt sind, lässt sich der mittelwert leicht erklären. ich
denke jedoch, daß diese instrumente zur " vorteilnahme einzelner " dienen, und somit dem sinn nach korruption ist.
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