07.03.2008, 07:28 Uhr | dpa-AFX / AFP / T-Online
Tanken - ein teurer Spaß (Foto: Archiv) Der Auto Club Europa (ACE) hat den Mineralölkonzernen vorgeworfen, sie verdienten an den Streiks im öffentlichen Nahverkehr. In manchen Regionen wie etwa in Berlin und Brandenburg habe sich der Preis für einen Liter Kraftstoff "binnen Stunden" um bis zu sechs Cent verteuert, erklärte der ACE in Stuttgart. Die Mineralölkonzerne spekulierten offenbar auf Hunderttausende von Pendlern, die wegen des Arbeitskampfes aufs Auto umsteigen müssten. Das fördere einen höheren Absatz an Kraftstoffen. Zusätzlich schlügen die Ölkonzerne noch eine "Streikstrafe" auf die ohnehin hohen Preise auf, kritisierte der ACE.
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Übersicht - Auswirkungen des hohen Ölpreises
Steigende Ölnotierungen treiben auch den Dieselpreis
Unterdessen machen zusätzlich die weltweit steigenden Rohölpreise auch den Dieselkraftstoff immer teurer. Am europäischen Ölmarkt in Rotterdam überschritt der Dieselpreis erstmals die Marke von 1000 Dollar je Tonne. Damit könnte sich Dieselkraftstoff an den Tankstellen in Deutschland weiter verteuern und der Abstand zum Preis für Normal- und Superbenzin schrumpfen, sagte eine Sprecherin von Aral in Bochum. Bislang hatten sich die Rekordstände auf dem Rohölmarkt wegen des gleichzeitig schwachen Dollarkurses nur begrenzt auf die Preise an den Zapfsäulen ausgewirkt. Benzin ist mit ungefähr 1,40 Euro immer noch zehn Cent teurer als Diesel.
Keine Erhöhung der Förderquoten
Am Tag nach der Entscheidung der OPEC-Minister, die Förderquoten trotz gestiegener Ölpreise nicht zu erhöhen, hatte der Preis für US-Öl einen neuen Höchststand erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte WTI zur Auslieferung im April kostete in der Spitze 105,96 Dollar und übertraf damit erstmals die 105-Dollar-Marke. Im Tagesverlauf sank der Preis zwar wieder auf 104,32 Dollar, blieb damit aber immer noch auf sehr hohem Niveau. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte bis auf 102,95 Dollar und erreichte damit ebenfalls einen neuen Rekordstand. Zuletzt kostete das Barrel noch 101,55 Dollar.
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Quelle: t-online.de
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